Jahresumfrage - 
Fischer/Nordwest: 
"Beckers und Grafs 
sind kaum zu züchten" 



tennisnet.com hat die Präsidenten der deutschen Landesverbände zu einer kleinen Umfrage über die Situation im deutschen Tennis eingeladen. Einige Präsidenten standen uns Rede und Antwort. Heute: Hanns-Gerd Fischer, der Präsident des Tennisverband Nordwest.
 
1. Was war Ihr persönliches Tennishighlight 2011?
 
Fischer: Ein glatter Sieg und eine knappe Niederlage in meinem ersten Jahr bei den Herren 70.
 
2. Wie sehen Sie die Entwicklung des deutschen Tennis allgemein?
 
Fischer: Recht gut. Wir habe eine ganze Reihe guter Spielerinnen, die im Welttennis mitspielen, zum Teil sehr gut mitspielen.
 
3. Was könnte Ihrer Meinung nach verbessert werden, um das deutsche Tennis zu stärken?
 
Fischer: Wir haben eine Spitzen-Trainerausbildung, wir haben verschiedene sehr gute Trainerstützpunkte in vielen Landesverbänden, und wir haben eine große Zahl von hungrigen Nachwuchsspielern. Alles andere ergibt sich und ist kaum zu planen. Von Cramms, Beckers, Stichs, Grafs werden geboren, sind aber kaum zu "züchten". Bitte etwas mehr Geduld. Ich musste fast 50 Jahre auf Graf/Becker warten, fand aber Bungert, Kuhnke und viele andere auch nicht schlecht.
 
4. Von welchem Spieler erwarten bzw. erhoffen Sie sich 2012 das Meiste - deutscher Spieler/internationale Spieler?
 
Fischer: Leider derzeit von kaum einen Herrenspieler, aber siehe oben...
 
5. Von welcher Spielerin erwarten bzw. erhoffen Sie sich 2012 das Meiste - deutsche Spielerin/internationale Spielerin?
 
Fischer: Von vielen Damenspielerinnen.
 
6. Braucht Tennis Regeländerungen, um noch attraktiver zu werden?
 
Fischer: Der Match-Tiebreak ist für die meisten Turniere schon ganz gut.
 
7. Wie könnte der Tennissport seine mediale Präsenz steigern? Woher beziehen Sie Informationen zum Tennissport?
 
Fischer: Ich hoffe auf einen neuen Schub durch das DTB-Präsidium, vor allem in Sachen Fernsehübertragung. Ich habe genug Informationen u.a. durch das wöchentliche per E-Mail übersandte "DTB informiert", das ich in meinem Verband an alle Vereine verteile.
 
8. Was kann das deutsche Fed-Cup-Team 2012 erreichen?
 
Fischer: Alles!
 
9. Was kann das deutsche Davis-Cup-Team 2012 erreichen?
 
Fischer: Nicht alles, aber Absteigsvermeidung.
 
10. Haben Sie einen Wunsch für den Turnierkalender - in Deutschland und/oder international?
 
Fischer: Alles gut.
 
Die Fragen stellten Harald Buchheister und Christian Albrecht Barschel

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