Jahresumfrage - Weber/TVM: 
"Flexible Netzhöhe 
und Satzverkürzung" 



tennisnet.com hat die Präsidenten der deutschen Landesverbände zu einer kleinen Umfrage über die Situation im deutschen Tennis eingeladen. Einige Präsidenten standen uns Rede und Antwort. Heute: Dr. Manfred Weber, der Präsident des Tennisverband Mittelrhein (TVM).
 
1. Was war Ihr persönliches Tennishighlight 2011?
 
Weber: Der World Team Cup in Düsseldorf.
 
2. Wie sehen Sie die Entwicklung des deutschen Tennis allgemein?
 
Weber: Aufgrund extrem negative gesellschaftlicher und nationalökonomischer Vorzeichen nicht gerade sehr positiv.
 
3. Was könnte Ihrer Meinung nach verbessert werden, um das deutsche Tennis zu stärken?
 
Weber: Mehr Kinder, mehr Schulsport, mehr Ehrenamtler (vor allem Jüngere), mehr Trainingsfleiß in jüngeren Jahren, mehr Kondition, konsequente internationale Turnierbegleitung.
 
4. Von welchem Spieler erwarten bzw. erhoffen Sie sich 2012 das Meiste - deutscher Spieler/internationale Spieler?
 
Weber: Personenkult liegt mir nicht. Es gibt mindestens 20 deutsche Tennisspieler, die unter die ersten 20 der Weltrangliste kommen könnten, wenn sie nicht das einfache Geldverdienen bei Sekundärturnieren und in der Bundesliga vorziehen würden.
 
5. Von welcher Spielerin erwarten bzw. erhoffen Sie sich 2012 das Meiste - deutsche Spielerin/internationale Spielerin?
 
Weber: Sabine Lisicki und Petra Kvitova.
 
6. Braucht Tennis Regeländerungen, um noch attraktiver zu werden?
 
Weber: Ja, eine Menge.

a) flexible Netzhöhe beim Aufschlag, da Aufschlagriesen und Ratsch-Bum-Tennis das Interesse der Zuschauer wegnehmen.

b) Satzverkürzung auf vier Spiele, bei Gleichstand Tiebreak

c) grundsätzlich drei Gewinnsätze
 
7. Wie könnte der Tennissport seine mediale Präsenz steigern? Woher beziehen Sie Informationen zum Tennissport?
 
Weber: Durch größere Interessen der Medien am Sport im Allgemeinen und Tennis im Besonderen, vor allem des Fernsehens. Damit ist im Zeitalter der Einschaltquote und des dadurch proletarisch bedingten Knuddel/Schmuddelprogramms mit Personenkult nicht zu rechnen.
 
8. Was kann das deutsche Fed-Cup-Team 2012 erreichen?
 
Weber: Sieg über Tschechien und Gesamtsieg.
 
9. Was kann das deutsche Davis-Cup-Team 2012 erreichen?
 
Weber: Sieg in der Relegation.
 
10. Haben Sie einen Wunsch für den Turnierkalender - in Deutschland und/oder international?
 
Weber: Wieder ein 1000er-Turnier, und zwar in Halle.
 
Die Fragen stellten Harald Buchheister und Christian Albrecht Barschel

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