Zwei Tage vor der Präsidentenwahl beim Deutschen Tennis Bund (DTB) hat Amtsinhaber Georg von Waldenfels seine erneute Bewerbung überraschend an Bedingungen geknüpft und selbst einen Rückzug nicht ausgeschlossen. "Meine Kandidatur hängt an inhaltlichen Voraussetzungen", sagte der seit 1999 amtierende DTB-Chef der Nachrichtenagentur dpa. Wichtig seien ihm eine Reform des Präsidenten-Wahlrechts, die Beibehaltung des Ehrenamts an der Verbandsspitze und eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge um jährlich 20 Cent.
Stich außerhalb der Diskussion
Sollten diese Punkte am Wochenende in Berlin nicht die notwendige Unterstützung der 18 Landesverbände finden, will von Waldenfels seine erneute Kandidatur überdenken: "Dann muss ich mir überlegen, was ich mache." Es gehe ihm nicht um das Amt, sondern um Inhalte, betonte er. Nach aktuellem Stand fordert am Sonntag
nur Bank-Manager Karl-Georg Altenburg den früheren bayerischen Finanzminister heraus. Der zuletzt gehandelte Ex-Profi Michael Stich, für den sich von Waldenfels stark gemacht hatte, steht nicht zur Wahl. "Es ist völlig außerhalb der Diskussion über jemanden zu diskutieren, der gar nicht bereit ist, zu kandidieren", sagte Dirk Hordorff.
Der hessische Verbandschef gilt als erbitterter Gegner des jetzigen DTB-Präsidenten. Hordorff ist überzeugt, dass von Waldenfels am Sonntag abgewählt wird: "Es gibt eine ganz klare Mehrheit, dass Herr von Waldenfels auf gar keinen Fall mehr Präsident des DTB sein soll." Bei einer Probeabstimmung im Sommer hatten sich sieben Landesverbände, die über 66 der 111 Gesamtstimmen verfügen, für Altenburg und dessen Team um Ex-Profi Carl-Uwe Steeb ausgesprochen. (Text: dpa; Collage: tennisnet.com)