Doch kein 
Wimbledon-Titel für Lisicki: 
Peschke/Srebotnik im 
Finale übermächtig 



Einzel-Halbfinale, Doppel-Finale - Sabine Lisickis Wimbledon-Bilanz kann auch das verlorene Endspiel an der Seite von Samantha Stosur gegen die Spezialistinnen Kveta Peschke und Katarina Srebotnik nicht trüben. Nachdem sich die Berlinerin und die Australierin erst am Nachmittag mit einem 8:6 im dritten Satz gegen Tamarine Tanasugarn und Marina Erakovic einen Platz im Finale erkämpft hatten, war dieses dann eine einseitige Angelegenheit für ihre Gegenspielerinnen.

Starker Beginn reicht nicht

Lisicki und Stosur begannen stark und holten nicht nur das Break zum 2:1, sondern begeisterten das Publikum am Centre Court im ersten Satz auch mit zahlreichen spektakulären Punkten. Vor allem Lisicki schien das in den letzten Tagen für sie so charakteristisch gewordene Lächeln in der Anfangsphase gar nicht mehr ablegen zu wollen.

Dann kamen die Favoritinnen - Peschke und Srebotnik stellen in diesem Jahr das bisher weltbeste Doppel - aber auf, holten nicht nur das Rebreak, sondern nahmen Lisicki auch das vorentscheidende Aufschlagspiel zum 5:3 ab. Auch im zweiten Satz dominierten die Tschechin und vor allem die starke Slowenin Srebotnik, mit dem achten Spielgewinn in Folge stellten sie auf 3:0.

Erste Niederlage nach neun Siegen in Folge

Zwar kam mit dem Rebreak zum 1:3 noch einmal kurz Hoffnung auf, postwendend musste Stosur aber erneut ihren Aufschlag zum 1:4 abgeben. Diesen Vorsprung ließ sich das auf Nummer zwei gesetzte Doppel nicht mehr nehmen und gewann nach 1:10 Stunden mit 6:3, 6:1. Für die 35-jährige Peschke und die 30-jährige Srebotnik bedeutete der Sieg nicht nur den ersten Grand-Slam-Titel in ihrer Karriere. Die beiden werden durch die erspielten Punkte ab Montag auch die Doppel-Weltrangliste anführen.

An den vielversprechenden Zukunftsaussichten des gemeinsamen Doppels kann aber auch die Final-Niederlage nicht rütteln: Diese war nämlich die erste nach neun Siegen in Folge. Vor Wimbledon hatten Lisicki/Stosur beim ersten gemeinsamen Antreten das Turnier in Stuttgart im April für sich entschieden. (Text: sp, Foto: GEPA pictures / Alan Grieves)

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