Nervenflattern bei 
Lisicki/Stosur: Abbruch 
wegen Dunkelheit 
bei 5:5 im dritten Satz 



Das ist mehr als ärgerlich! Sabine Lisicki und Samantha Stosur standen ganz kurz davor, ins Wimbledonfinale in der Doppelkonkurrenz einzuziehen. Das deutsch-australische Duo führte gegen Marina Erakovic (Neuseeland) und Tamarine Tanasugarn (Thailand) mit 6:3, 4:6, 5:2, servierte zweimal zum Matchgewinn und musste dennnoch den Ausgleich zum 5:5 hinnehmen.

 

Erakovic/Tanasugarn als Lucky Loser dabei

 

Danach wurde das mehr als kuriose Match wegen Dunkelheit abgebrochen. Die Fortsetzung zwischen Lisicki/Stosur, die bislang noch ungeschlagen sind, und Erakovic/Tanasugarn, die nur als Lucky Loser ins Hauptfeld rutschen, gibt es am Samstag.

 

Im ersten Satz hatten beide Doppel Schwierigkeiten ihre Aufschlagspiele zu halten. Nach dem Break zum 1:2 holten sich Lisicki/Stosur zwei Breaks und drei Spiele in Folge. Auch das Break zum 3:4 konnte das Duo vom Satzgewinn nicht mehr abhalten.

 

Zehn Satzbälle abgewehrt

 

Die Achterbahnfahrt setzte sich auch im zweiten Durchgang fort. Mit zwei Doppelfehlern bei ihrem Aufschlag wurde Lisicki zum 1:3 gebreakt. Kurze Zeit später gab auch Stosur den Aufschlag zum 1:5 ab. Der Satz schien gelaufen. Doch Lisicki/Stosur wehrten zunächst fünf Satzbälle ab und verkürzten auf 2:5. Im anschließenden Aufschlagspiel folgte Satzball Nummer sechs, den beide zunichte machten.

 

Nach einem weiteren Satzball gegen sich holte das Duo das Break zum 4:5. Alles war wieder in der Reihe. Bei Aufschlag von Stosur folgten aber die Satzbälle acht bis zehn, die Erakovic/Tanasugarn ebenfalls nicht nutzen konnten. Satzball Nummer elf war aber zu viel für Lisicki/Stosur, die den Satz doch abgeben mussten.

 

Erakovic/Tanasugarn wollen aufhören und gleichen trotzdem aus

 

Im dritten Satz war das deutsch-australische Duo dann eigentlich das bessere Doppel. Nachdem sie zunächst Breakbälle bei 0:0 und 1:1 ausließen, holten sie sich die Breaks zum 3:2 und 5:2. Lisicki servierte zum Matchgewinn und wurde aber zum 5:3 gebreakt. Stosur machte es auch nicht besser und gab ihr Aufschlagspiel im sehr dunklen Abendhimmel von London zum 5:5 ab. Danach wurde das Match wegen Dunkelheit abgebrochen.

 

Dabei wollten Erakovic/Tanasugarn das Match bei 4:2 und 5:3 schon abbrechen, weil sie nichts mehr sehen konnten. Doch die Schiedsrichterin ließ weiter spielen. Im Nachhinein wäre es besser gewesen, hätten Lisicki/Stour dem zugestimmt. Am Samstag gibt es dann die Fortsetzung dieser Achterbahnpartie. Den Ball des Spiels konnten übrigens Lisicki/Stosur für sich verbuchen. Ein verunglückter zweiter Aufschlag von Stosur traf Tanasugarn am Körper, so dass dem deutsch-australischen Duo der Punkt zugesprochen wurde, obwohl der Aufschlag klar im Aus gelandet wäre. (Text: cab; Foto: GEPA pictures)

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Kommentare
Kommentare (4)
   
02.07.2011 12:25:39
Carlo Conze (via Facebook)
Mit Melzer/Petzschner würde ich eher mal unter der Kategorie Pech einordnen. Das Match, was wegen Regens verschoben werden musste, war an diesem Tag eben als eines der letzten angesetzt. Diejenigen, die zuerst gespielt haben, konnten dem Regen noch entfliehen und so am nächsten Tag auch schon ihre nächste Runde spielen, während Melzer/Petzschner noch in der Runde davor ranmussten. Das passiert in Wimbledon jedes Jahr..

Die Ansetzung des Lisicki Doppels kann ich aber auch absolut nicht nachvollziehen...
01.07.2011 23:22:09
(via Facebook)
Dem können wir nur zustimmen! Die Turnierplaner haben dieses Jahr wirklich ziemlich den Überblick verloren. Auch dass Petzschner/Melzer erst ihre Runde gespielt haben, als andere schon im Achtelfinale standen, grenzt an Wettbewerbsverzerrung.
   
01.07.2011 23:18:40
Björn Rietz (via Facebook)
Sorry - echt die Turnierplaner sind die Höhe.
Das Match sollte nach den Herren auf dem CenterCourt gespielt werden. 30 Min vor Ende von Nadal wurde es auf Platz 12 verlegt. Auf dem Center hätten sie es locker beenden können ...
   
01.07.2011 23:18:37
Björn Rietz (via Facebook)
Sorry - echt die Turnierplaner sind die Höhe.
Das Match sollte nach den Herren auf dem CenterCourt gespielt werden. 30 Min vor Ende von Nadal wurde es auf Platz 12 verlegt. Auf dem Center hätten sie es locker beenden können ...




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