
Durch die Australian Open kam es in den Weltranglisten wie erwartet zu einigen Änderungen. Sabine Lisicki, Angelique Kerber und Mona Barthel dürfen sich nach ihren Leistungen in Melbourne über neue Karriere-Bestmarken freuen. Lisicki verbesserte sich um einen Platz auf Position 14 und jagt Andrea Petkovic als deutsche Nummer eins. Die Darmstädterin bleibt trotz ihrer Absage der Australian Open und dem daraus resultierenden Punkteverlust auf Platz zehn. Trotzdem hat Petkovic mit über 800 Punkten Vorsprung noch ein großes Punktepolster auf Lisicki.
Kerber mit Chance auf Top 20
Die deutsche Nummer drei bleibt Julia Görges , die sich durch ihre Achtelfinalteilnahme von 23 auf Platz 21 verbessert. Weiter aufwärts geht es für Kerber, die mit Platz 27 so gut platziert ist wie noch nie. In den nächsten Wochen ist für die Kielerin auch der Einzug in die Top 20 realistisch. Bis Mitte März hat Kerber keine Punkte zu verteidigen. Als deutsche Nummer vier hat sich Barthel etabliert. Durch ihre starken Leistungen zu Saisonbeginn findet sich die Neumünsteranerin nach den Australian Open auf Platz 43 wieder – ein neuer Bestwert.
An der Weltranglistenspitze regiert nun Australian-Open-Siegerin Victoria Azarenka. Die Weißrussin ist die 21. Spielerin, die seit Bestehen der WTA die Weltrangliste anführt. Azarenka schaffte zudem das Novum, dass sie den Thron besteigt, ohne vorher die Nummer zwei zu sein. Die alte Nummer eins Caroline Wozniacki verlor nach dem Ausscheiden im Viertelfinale nicht nur die Nummer eins, sondern findet sich mittlerweile nur auf Platz vier wieder.
Kohlschreiber jagt Mayer
Bei den Herren sind in der aktuellen Weltrangliste sechs deutsche Spieler in den Top 100 vertreten. Philipp Kohlschreiber machte durch seine Achtelfinalteilnahme in Melbourne acht Plätze gut und bleibt als Nummer 33 die deutsche Nummer zwei. Das Nichtantreten von Florian Mayer hatte keine Auswirkungen. Der Bayreuther bleibt als Weltranglisten-21. die deutsche Nummer eins. Philipp Petzschner und Cedrik-Marcel Stebe kletterten ebenfalls. Petzschner findet sich auf Platz 56 wieder. Stebe darf sich nach der Halbfinalteilnahme in Heilbronn mit Platz 72 über einen neuen Bestwert freuen.
Einen größeren Sprung gab es auch für Björn Phau (Platz 134) und Tommy Haas (Platz 170). Phau verbesserte sich durch den Turniersieg in Heilbronn um 40 Plätze. Haas machte 20 Plätze gut und kommt den Top 100 Stück für Stück näher. An der Weltranglistenspitze bleibt alles beim Alten. Der Vorsprung von Novak Djokovic auf Rafael Nadal ist durch die Finalteilnahme des Spaniers etwas geschmolzen, beträgt aber immer noch über 3000 Punkte. Roger Federer baute seinen Vorsprung auf den Weltranglisten-Vierten Andy Murray etwas aus. (Text: cab; Foto: GEPA pictures)