
Da haben die Gemüter wohl etwas überhitzt: Mardy Fish
und Grigor Dimitrov
haben eines der weniger schönen Kapitel in der Geschichte des Hopman Cups in Perth geschrieben. Die beiden sind beim Länderkampf zwischen den USA und Bulgarien (Endstand 1:2) aneinandergeraten. Fish soll laut Medienberichten schon während dem Einzel in Richtung der bulgarischen Fans gespuckt haben. Im Mixed-Doppel, in dem Fish mit Bethanie Mattek-Sands
und Dimitrov mit Tsvetana Pironkova
spielte, soll der Weltranglisten-Achte mit einem Ball scharf auf Dimitrov gezielt haben. Beim anschließenden Seitenwechsel näherte sich Fish dann dem Bulgaren, die beiden sollen sich mehrfach beleidigt haben. Voneinander getrennt werden konnten sie nur durch deutschen Schiedsrichter Sören Friemel. Die lebhaften Diskussionen gibt es auf diesem Video zu sehen:
Worüber sich Fish aufgeregt hat, ist indes unklar. „Es tut mir leid, falls ich etwas Falsches gemacht hab“, meinte Dimitrov zu Reportern, „ich werde mich auch bei ihm entschuldigen, wenn ich ihn in der Umkleide sehe, aber mehr will ich dazu nicht sagen.“ Fish wollte sich zu den Vorfällen nicht äußern. Der australische Ex-Wimbledonsieger Pat Cash, der in Perth als TV-Kommentator arbeitet, vermutete, dass Fish seine Enttäuschung über die klare Niederlage im Einzel nicht unter Kontrolle gehabt hätte. Der 30-Jährige, der sich im Vorjahr erstmals für das Masters in London qualifiziert hatte, war gegen den aufstrebenden Bulgaren mit 2:6, 1:6 untergegangen und hatte beim Hopman Cup dieses Mal überhaupt eine enttäuschende Bilanz aufzuweisen. Er gewann nur eines seiner drei Spiele und schied mit Titelverteidiger USA schon in der Vorrunde aus.
Dimitrov ist jedoch selbst auch keineswegs unbescholten, er hatte bereits 2010 bei einem Challenger in Helsinki für Negativ-Schlagzeilen gesorgt, als er den österreichischen Referee Daniel Infanger attackiert
hatte und später zu einer Strafzahlung von 2000 Dollar verurteilt worden war. Konsequenzen dürfte der jetzige Vorfall übrigens keine haben. Friemel bestätigte zwar, dass er den Organisatoren einen Bericht über die Geschehnisse vorlegen werde, er gehe aber eher nicht davon aus, dass dieser an den Tennis-Weltverband ITF weitergeleitet wird. (Text: MaWa; Foto: livetennisit / YouTube)