Murray: Rusedski empfiehlt Trainerwechsel 



Greg Rusedski ist überzeugt, dass Andy Murray etwas ändern muss. Und der 37-jährige Brite, der in seiner Profikarriere 15 Turniersiege - darunter auch 1999 der Grand Slam Cup - feiern konnte, glaubt auch zu wissen, was das ist. "Andy hat drei Grand-Slam-Finals bestritten und dabei nicht einen Satz gewonnen", ärgert sich Rusedski im Interview mit Eurosport. Die Ursache dafür sieht er vor allem im Umfeld. So habe sich Murray von seinem Trainer Miles McLagan getrennt - der jetzt mit Philipp Kohlschreiber arbeitet - und arbeite mit Alex Corretja nur auf "Teilzeit-Basis".

 

"Ich meine, Corretja war bei den Australian Open nicht mal vor Ort. Es muss einfach einer da sein, der ihm beisteht und ihm sagt, wie man so ein Grand-Slam-Finale angeht", ärgert sich der Brite weiter. Einen Ersatzkandidaten hat Rusedski auch schon im Sinn: Tony Roche, Ex-Coach von Ivan Lendl, Pat Rafter, Lleyton Hewitt - und Roger Federer. "Kein schlechter Lebenslauf, oder?"

 

Bester britischer Spieler der Open Era

 

Bei all der Kritik nimmt Rusedski seinen Landsmann aber auch in Schutz. Für ihn sei Murray in der Open Era der ATP der bislang beste britische Tennisspieler: "Du holst nicht sechs Masters-Titel und stehst dreimal in einem Grand-Slam-Finale, ohne ein großer Spieler zu sein." Was jetzt noch fehle - eben der Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier - sei nur eine letzte Hürde, der letzte Feinschliff. "Das letzte halbe Prozent - denn das ist alles, was Andy noch fehlt." (Text: mh; Foto: J. Hasenkopf)

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