Nach diesem Länderkampf bleibt mir nur eines zu sagen: Gratulation an das gesamte Team! Zum ersten Mal seit 1995 steht Österreich wieder in einem Davis-Cup-Viertelfinale! Da muss man wirklich allen dazu gratulieren. So wie das diese Woche betrieben worden ist, genau so stelle ich mir das im Davis Cup vor, besonders Clemens Trimmel war echt unglaublich. Auch beim letzten Spiel heute von Andreas Haider-Maurer, wo es um nichts mehr gegangen ist, war die komplette Bank dahinter – so soll es sein. Vom Bespanner über die Physiotherapeuten bis zu den persönlichen Trainern der Spieler und einem „Joke“ Nyström als Assistent: Alle haben ihren Anteil am Erfolg und auch an dieser so positiven Stimmung innerhalb der Mannschaft.
Die Basis für den Erfolg wurde schon Freitag gelegt. Jürgen Melzers Match war eine echte Achterbahnfahrt, mit einem sensationellen fünften Satz hat er das Spiel gegen einen äußerst unangenehmen Gegner wie Igor Kunitsyn für sich entschieden. Und dann kam diese Riesen-Partie von Haider-Maurer. Alle haben im Vorfeld immer vom Debüt von Alex Bogomolov Jr. für Russland gesprochen, nur hat Andi davor auch noch nie daheim gespielt. Er hat aber völlig locker agiert und Bogomolov mit den ersten zwei Sätzen die Schneid abgekauft. Auch beim Doppel muss man sich bedanken, allein schon für diese Vorstellung von Alexander Peya. Er und Oliver Marach hätten’s am Samstag schon entscheiden können. Aber sie sind halt auch auf Sand besser, das hat man schon letztes Jahr beim Turniersieg in Hamburg gesehen. Das wird wichtig für den nächsten Länderkampf.
Heute war für mich überraschend, dass Bogomolov wieder gespielt hat. Jürgen hat am Anfang geschaut, dass er einen Rhythmus kriegt, dann hat er ihn regelrecht vorgeführt. Ich hab noch selten in einer entscheidenden Partie so eine Vernichtung gesehen. Gratulieren muss man wie gesagt trotzdem allen. Es ist ein wichtiger Erfolg fürs österreichische Tennis, gar keine Frage. Jetzt ist es wichtig, diese positive Stimmung zu den nächsten Turnieren mitzunehmen – und dass im April alle dann in Top-Form sind. Da Spanien ohne Rafael Nadal und David Ferrer spielt, ist das für mich eine offene Partie.
Sehr gefreut hat mich, dass die Live-Diskussion während des Davis Cups auf tennisnet.com und auf der facebook-Seite von tennisnet.com Österreich so großen Andrang gefunden hat. Lasst uns wissen, ob euch das gefallen hat – dann gibt’s spätestens vom 6. bis 8. April eine Wiederholung! ;)
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