Ich möchte mich Alex in seinem Blog voll anschließen und der Mannschaft zum Erfolg gratulieren. Besonders erfreulich waren nicht nur die gezeigten Leistungen am Platz, sonders insbesondere der spürbare Zusammenhalt des Teams. Jetzt dürfte die Chemie wieder voll passen.
Rätsel geben mir die Einzelverweigerungen von Youzhny und Davydenko auf. Ohne die Leistungen unseres Teams schmälern zu wollen, sind sich alle Tennisfans sicherlich darüber einig, dass ein Erfolg über die beiden im Einzel erheblich schwieriger gewesen wäre. Mag durchaus sein, dass die eine oder andere Blessur vorhanden war, was insbesondere nach einer vollen Turnierwoche von Youzhny in Zagreb auch wenig überraschend wäre. Wesentlich beeinträchtigt waren die beiden wohl nicht, sonst hätten sie auch das Doppel nicht bestreiten können. Ich vermute vielmehr, dass die beiden bewusst eine Niederlage gegen Österreich in Kauf genommen haben und sich für das ATP-Turnier in Rotterdam – immerhin ein Event der 500er-Series – schonen wollten. Bei einem Sieg hätte ohnehin eine Niederlage gegen Spanien gedroht, und von einer ernsthaften Abstiegsgefahr kann wohl auch nicht ausgegangen werden. Somit mit einem Sieg, als mit einer Niederlage gegen Österreich war von einer Endstation nach zwei Runden auszugehen!
Mittlerweile leiden viele Top-Spieler unter einem „Davis-Cup-Motivationsverlust“, wodurch das ITF-Event reformbedürftig ist. Ich habe die Aussage von Davydenko noch im Kopf, wo er vor einigen Jahren gemeint hat, dass er eigentlich lieber fischen gehen wolle, als das Davis-Cup-Finale zu bestreiten. Fehlt nachhaltig das Interesse der Top-Spieler, wird sich dies rasch auf den Werbewert und die Sponsorenlandschaft niederschlagen. Schon jetzt zeigt ein Blick darauf, dass auf der medienwirksamen Backdrop neben „BNP paribas“ und „HP“ auf der dritten Top-Werbefläche der Veranstaltungsname „Davis Cup presented by BNP paribas“ als Platzhalter herhalten muss und aktuell offensichtlich nicht verkauft werden kann. „Boss“ hat sich bereits seit Jahren von dieser Position verabschiedet und ziert nur mehr die wesentlich günstigeren Werbeflächen der Linienrichter.
Die ITF wird sich das derzeit aufgrund der hoch profitablen Grand-Slam-Turniere leisten können. Ein Umdenken wäre aber bereits jetzt angebracht.
Poelli
Anscheinend hast du es zu deiner Mission erklärt, den Daviscup konsequent schlecht zu reden und diesmal auch Erfolge in diesem Bewerb minder zu schätzen. Waren es letztes Mal die Vorschläge, den DC doch nur mehr alle 4 (!) Jahre auszutragen, hören wir diesmal, dass der Bewerb ohnehin keinen Spieler, keine Sponsoren interessiert und jedes 500er wichtiger ist.
1.) der Erfolg ist großartig und wenn wir in Österreich ein funktionierendes Team haben, liegt es an Spielern und Kapitän, dass sie für diesen Bewerb fähiger sind, als egoistische, abgestumpfte (Kapitän) und gleichgültige Russen. Das Team hat als Ganzes einfach besser performt als Russland - und das ist super.
2.) Wenn man die Augen unbedingt verschließen will - bitte sehr, jedoch stelle ich fest, dass die Weltspitze nahezu komplett im DC antritt, wenn auch nicht in jeder Partie aufgrund von Verletzungen. Djokovic mangelndes Interesse am DC nachzusagen, wäre falsch. Er hat erstmal seit langem ausgelassen und spielt sicher nächste runde wieder. Nadal hat sich in den letzten Jahren aufgeopfert für den DC und spielt auch nächste Runde anscheinend wieder. FEDERER spielt auf einmal auch! Murray in der Suppenliga auch! Söderling hat immer gespielt, wenn er nicht verletzt war. Berdych hat gespielt. Also bitte!!!
3.) Der DC interessiert keinen? Also in meinem Bekanntenkreis außerhalb vom Tennis (zb Arbeit) unterhalten sich Leute über das DC-Wochenende. Über ein 500er oder ein 1000er redet KEIN Mensch. Also bitte.
Lieber Claus, du bist zweifellos ein Tennisfachmann und hoch ist dir anzurechnen, dass du im Sponsoring für unseren Sport so stark vertreten bist - aber mit dem Daviscup hast du anscheinend eine persönliche Rechnung offen, die objektiv einfach nicht nachvollziehbar ist.
doppelfehler
Wie oft sagen Spieler aufgrund des Vorzuges von ATP Events den DC ab und zwar in aller Welt,oder müssen gestreichelt,gelockt,oder mit Extraprämien verführt werden,um im DC aufzulaufen?
Und damit sind sicher nicht nur die absoluten Top Spieler gemeint.
Würde sogar behaupten,dass Spieler wie Djokovic,der sich für sein Land zerreissen würde und Melzer,der bisher immer parat stand sicherlich nicht die überwiegende Mehrheit sind.
Davydenkos Aussage vorm DC Finale "Lieber fischen als Finale spielen"(wenn das so stimmt)sagt doch schon einiges aus
Und nochwas Kranke und verletzte Spieler spielen auch kein Doppel bzw garnicht beim daraufolgenden ATP Event und das auch noch erfolgreich.
Kleine Blessuren können durch das Feuer das entbrennt wenn man für sein Land spielt durchaus übertüncht werden.
Das ganze hat nix mit Schmälern des Erfolges zu tun,sondern ist Tatsache,was viele Spieler auch schon u.a mit Absagen bestätigt haben.
Ich hoffe man erinnert sich,dass ein Muster beileibe nicht bei jedem Daviscup dabei war,vorallem in Relegationen und da war er nicht verletzt.Und er satnd sicher nicht in Verdacht unpatriotisch zu sein.Ganz im Gegenteil
Fearsome Force
Tennis"crasher"
schörmi
Gottschalk
Schoermi
Fearsome Force
"bei einem Sieg hätte ohnehin eine Niederlage in Spanien gedroht,"
wenn überhaupt dann eine niederlage in russland