Donnerstag, 29. Juli 2010
Roger mit Annacone, ich mit Znene
Also seit Montag und bis heute bin ich in Zürich zum Training mit Roger, das weiß eh jeder. Und weil Roger jetzt einmal eine Zusammenarbeit mit Paul Annacone ausprobiert, hab ich mir gedacht, da kann ich mich nicht lumpen lassen: Hab ich also den Znene ins Trainingslager mitgenommen, den Peter Znenahlik. ;)
Schaut gut aus beim Training: Drüben der Roger und Paul Annacone, herüben ich und der Znene. Wobei … wenn der Annacone mit dem Roger zwischendurch was bespricht, dann plaudern wir eher nur so. Weil mir der Znene zwar über Eishockey wahrscheinlich stundenlang was erzählen könnte, aber beim Tennis kenn ich mich doch noch ein bissl besser aus. Obwohl man natürlich sagen muss: Der Znene ist schon auch eine Hilfe und eine super Begleitung – schließlich war er ja lang genug mit mir auf der Tour unterwegs.
Ich hab ein bisschen Bauchweh gehabt vor der Woche, weil ich ja zuletzt so gut wie gar nichts trainiert hab, wegen der Sache mit dem Finger. Der ist zum Glück fast 100 Prozent wieder in Ordnung, aber abgesehen davon ist das Training für mich wirklich anstrengend. Es ist gar nicht so sehr die Zeit – wir trainieren zwei, drei Stunden –, es ist die Intensität. Roger spielt halt extrem schnell und auf einem wahnsinnig hohen Niveau, macht dafür sehr, sehr wenige Fehler.
Der Physio vom Roger war am ersten Tag dabei und hat mir den Finger noch verbunden, das hat gut geholfen. Was wir bisher trainiert haben? Wir haben viel cross und longline gespielt, sehr vieles mit Punkten, dass man einen Ansporn hat, sonst wird das cross-longline-Spielen ja ein bissl fad. Wir spielen sehr viele verschiedene Sachen, dazwischen auch Servieren auf Ziele, viel Abwechslung. Roger und ich sind da ähnliche Typen, die nicht ewig immer das gleiche machen können.
Die Trainingswochen mit Roger in Zürich sind immer ein bisschen anders als in Dubai oder Sardinien, weil er ja hier wohnt, seine Freunde und die Familie da sind und er auch sonst viel um die Ohren hat. Das heißt, wir sehen uns fast nur beim Training, an den anderen Orten verbringen wir dann doch viel mehr Zeit miteinander. Schade, aber das muss man auch verstehen …
Vorgestern Abend waren wir aber dann dafür mit Paul Annacone essen. Das war wirklich extrem nett. Der Kerl ist supersympathisch und hat sowas von keinen Allüren … ich meine, das ist einer der besten Trainer der Welt, hat mit Pete Sampras gearbeitet, einem Henman, und dann sitzen Znene und er und ich da beim Abendessen und plaudern und reden übers Tennis. Und er erzählt, wie er seinerzeit Wien gewonnen hat. Ein richtig netter Abend war das.
Ja, und die Zwillinge vom Roger sind ordentlich gewachsen. Ich war ja vor genau einem Jahr hier in Zürich mit Roger, als sie grad auf die Welt gekommen sind. Das letzte Mal hab ich sie in Australien gesehen. Die sind richtig süß geworden.
Heute Abend geht’s nach Wien, morgen nach Kitzbühel, wo ich am Samstag die Exhibition spiele, und Samstag Nacht geht’s dann in die Türkei, dort leite ich ein Kindercamp. Auch was Neues für mich, aber ich freu mich irgendwie schon drauf.
cu auf tennisnet.com