
Vor einem Jahr beendete er im Duell gegen Frankreich nach 13 Jahren seine Karriere als Davis-Cup-Spieler – eine Leistung, für die Stefan Koubek am Samstag, den 11. Februar, vom ÖTV geehrt wird. Im Interview blickt der 35-jährige gebürtige Kärntner aber nicht zurück, sondern ausschließlich nach vorne.
Russland als Gegner – aus deiner Sicht ein Glücks- oder ein Horrorlos?
Mit Russland als Gegner können wir wirklich glücklich sein. Das ist ein Gegner, der – noch dazu zu Hause – zu knacken ist.
Blicken wir einmal in die Glaskugel: Wer könnte Österreichs Punkte holen?
Das ist schwer! Die Leistungen unserer Spieler waren in letzter Zeit nicht allzu überragend. Daher werden wir schauen müssen, wie Jürgens,
Andis,
Olis
und Alex'
Tagesverfassung sein wird. Ich habe zuletzt keine Matches vom Jürgen gesehen und weiß daher nicht, wie gut in Form er aktuell ist. Es ist aber grundsätzlich möglich, die Russen zu schlagen. Es wird aber wieder einmal sehr viel von Melzer und vom Doppel abhängen. Marach und Peya haben zwar zu Beginn der Saison ein Turnier gewonnen, bei den Australian Open allerdings in Runde eins verloren. Trotzdem ist ihnen Vieles, wenn nicht sogar Alles zuzutrauen.
Russland hat mit Bogomolov,
Youzhny,
Tursunov,
Davydenko
und Kunitsyn
derzeit fünf Spieler unter den Top 100 der Einzel-Weltrangliste, Österreich mit Jürgen Melzer bloß einen. Zumindest am Papier hat Russland also ein deutliches Übergewicht.
Stimmt! Und die Russen werden sich wahrscheinlich denken: Jeder von uns hat es drauf, den Melzer zu schlagen! Daher kann man davon ausgehen, dass jede Partie ziemlich eng werden wird. Ich glaube nicht, dass wir die besten Chancen haben, diesen Davis Cup zu gewinnen, aber eine sehr gute. Besser als gegen Frankreich oder die USA. Daher ist diese Auslosung absolut in Ordnung.
Neben Melzer wird höchstwahrscheinlich Andreas Haider-Maurer
im Einzel zum Einsatz kommen...
... wenn er den Druck, vor eigenem Publikum zu spielen, in den Griff bekommt, dann wäre es möglich, dass er am ersten Tag den Punkt holt. Wenn er gut serviert und von hinten Druck ausübt, dann ist er für jeden Gegner eine Gefahr. (Interview: Presseaussendung; Foto: GEPA pictures)
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nadalfan
Raphael
Doch wie sich Melzer in der Berrerpartie abgeschrieben, bzw. abgemeldet hat, sucht seinesgleichen. Und AHM, der Meister der Erstrundenbesuche, ist (momentan) mehr Bleikugel und als Luftballon.
Fearsome Force
ich glaube malisse in der form hätte auch der schilli schaller perönlich besiegt.
unsere einzige chance ist es, wenn der melzer am freitag anfängt und irgendwie das 1:0 holt. falls das nicht passiert (melzer verliert oder ahm anfängt), gute nacht.
nadalfan
Raphael
Um diesen Hormonstoß beneide ich dich!
Die jüngste Überschrift unserer Daviscupmannschaft könnte jedenfalls lauten: Von EINMANN-team zum KEINMANN-team
nadalfan
Fearsome Force
Raphael
So viel „WENN“ sind noch nicht gedruckt worden, um ein EINZIGES gewichtiges Argument eines Österreichsieges zu lukrieren, außer durch hippigen Zweckoptimismus.
Ich füge EINES hinzu: WENN Bogomolov, Tursunov, Juschni, Dawidenko oder Kunitsin vor dem Aufeinandertreffen der Schlag oder Montezumas Rache trifft, dann könnten wir uns gegen das drohende Debakel – eine glimpfliche Abfuhrt ist ebenso unerfreulich – aufbäumen. Aufgrund der matten Doppelleistungen ist von dieser Seite keine sichere Schützenhilfe gewährleistet.
Weil unsere Auslosung überaus günstig war, heißt dies nicht, dass sie gut ist.
Ich habe jedenfalls auf Österreich gewettet, denn schneller (und risikoreicher) kann man es nicht zum Bet-and Win-Millionär schaffen. Alles ist möglich ...