Trimmel vor der Entscheidung: 
„Mein Job, Stimmung zu heben“ 



Manuel Wachta berichtet live aus Wiener Neustadt

 

Greifbar nahe war der Davis-Cup-Sieg über Russland schon gewesen, als Oliver Marach und Alexander Peya im Doppel am Samstag im fünften Satz gegen Mikhail Youzhny und Nikolay Davydenko mit 3:0 vorangelegen waren. Doch am Ende hieß es 6:7 (1), 7:6 (7), 5:7, 6:3, 4:6 – und damit nach Tag zwei nur noch 2:1 für Österreich. Der Aufstieg ins erste Viertelfinale in der Weltgruppe seit 1995 muss zumindest vorläufig weiter warten.

 

Unbedingt wollten Marach/Peya alles klar machen, am Willen ist es auch nicht gescheitert: „Wir haben leider den Sack einfach nicht zumachen können“, meinte Peya im Anschluss bei der Pressekonferenz, „man kann sagen, es war Pech, man kann sagen, wir haben nicht unser bestes Tennis gespielt.“ Die beiden waren sich einig: „Dieses Match zählt sicher zu unseren bittersten Niederlagen.“

 

Ob ein eingespieltes Doppel nicht gegen zwei starke Einzelspieler, die schon lang nicht mehr zusammen gespielt haben, gewinnen sollten? „Die beiden sind eben einfach zwei ganz gute Spieler“, glaubt Peya, „es ist ja immer noch Tennis, die wissen schon, was zu tun ist.“ Nicht weniger bitter macht die Niederlage, dass sich Davydenko keineswegs als Volleykünstler erwies und Youzhny wegen seiner Schulterprobleme deutlich schwächer als gewöhnlich aufschlagen konnte: „Youzhny hat dafür eine hohe Quote auf dem ersten Aufschlag gehabt und von hinten wenig falsch gemacht, Davydenko kann eben anderes als den Volley gut.“

 

Alexander Peya und Oliver Marach im Video-Interview mit tennisnet.com:

 

 

‚Oli’ und Alex müssen das jetzt erst einmal verarbeiten, dazu haben wir ja auch die richtigen Leute im Team, die ihnen dabei helfen können. Man gewinnt und man verliert als Team. Man kann den beiden nix vorwerfen, sie wissen natürlich auch selber, dass sie es besser können“, sagte Trimmel. Auch dem ÖTV-Kapitän war die Enttäuschung natürlich anzumerken: „Die Stimmung ist jetzt bei allen ziemlich down. Mein Job ist es jetzt, sie bis morgen wieder zu heben. Wir werden jetzt noch eine kurze Besprechung haben und das analysieren. Danach liegt der Fokus voll auf morgen.“

 

Was das rot-weiß-rote Team um Jürgen Melzer und Andreas Haider-Maurer am Sonntag da zu erwarten hat, ist die große Frage, denn Youzhny ist an der Schulter verletzt („sobald ich stärker aufgeschlagen hab, hab ich Schmerzen gehabt“), Alex Bogomolov Jr. hatte am Freitag alles andere als beeindruckt, Davydenko ist leicht verkühlt und Igor Kunitsyn hat eine leichte Knieverletzung. „Wer da bei Russland spielen wird, kann ich schwer beurteilen“, so Trimmel, „aber wir sind auf alles vorbereitet.“ Wer zum Einsatz kommt, das wissen auch noch nicht einmal die Russen selbst: „Es ist alles offen. Ich glaube, das wird unser Kapitän auch noch nicht heute entscheiden…“

 

Clemens Trimmel im Video-Interview mit tennisnet.com:

 

 

(Foto: GEPA pictures/ Matthias Hauer)

 

Jetzt bei Ladbrokes live wetten! Bis zu 50€ gratis!

Diesen Artikel teilen
Rating
Rating
0 gefällt das 0 gefällt das nicht

Sie müssen eingeloggt sein, um bewerten zu können.