Nun hat sich auch Chris Evert, die kein Fan von den lauten Geräuschen der Spielerinnen ist, in die Debatte um das exzessive Stöhnen im Damentennis eingemischt. „Ich mag es nicht hören. Wenn eine Spielerin auftaucht, einen Punkt spielt und erklärt, ’kann ich den Schiedsrichter bitte haben, weil es eine Behinderung ist’, wird es auch aufhören“, erklärte die 18-fache Grand-Slam-Siegerin gegenüber der London Times.
Evert verweist auf ihre eigene Karriere, als ihr eigenes Ritual abgeschafft wurde. „Ich hatte die Gewohntheit, wenn mein erster Aufschlag im Feld landete, den zweiten Ball auf den Boden zu werfen. Billie Jean King sagte dann, wenn ich das noch mal täte, würde sie zu spielen aufhören, weil der Ball in ihr Blickfeld rollte. Ich habe es trotzdem weiter gemacht, sie hat aufgehört zu spielen und sich darüber beschwert. Das war der Beginn, sich den Ball in die Hose zu stecken. Jemand muss das Feuer entzünden“, erklärte die US-Amerikanerin. (Text: cab; Foto: Jürgen Hasenkopf)