Die Effizienz gewinnt: 
Federer triumphiert 
in Rotterdam 



6:0, 6:1 gegen Viktor Troicki (ATP 24), 6:3, 6:1 gegen Tomas Berdych (ATP 7) – mit zwei sensationell klaren Siegen war Juan Martin del Potro (ATP 10) beim ATP-World-Tour-500-Turnier in Rotterdam ins Endspiel eingezogen, während sich Roger Federer (ATP 3) zum 4:6, 6:3, 6:4 über Nikolay Davydenko (ATP 48) gemüht hatte. Doch wer im Finale eine weitere Gala des Argentiniers erwartet hätte, lag falsch: Mit einem klaren 6:1, 6:4 holte sich Federer am Sonntag in den Niederlanden seinen 71. ATP-Titel im 101. Endspiel und verteidigte den Titel vom letzten Antreten in Rotterdam 2005. Für ihn ist es der 24. Sieg in Folge in der Halle nach dem Masters 2010 und 2011 und dazwischen den Triumphen in Basel und Paris-Bercy.

 

Über weite Strecken war’s eine Zelebration des Schweizer Altmeisters und 16-fachen Grand-Slam-Siegers, der seinem Gegenüber vor allem in punkto Variation und Effizienz den Rang ablief. In beiden Sätzen wurde der US-Open-Sieger von 2009, damals im Finale Sieger über Federer, für seine Nachlässigkeit bei der Chancenauswertung bestraft. Im ersten Satz vergab der „Gaucho“ gleich im ersten Game zwei Breakchancen, Federer zog danach auf 5:0 davon und servierte bei 5:1 nach 0/30 aus. Und im zweiten Durchgang wehrte Federer bei 1:2 einen Breakball per Topspin-Volley eindrucksvoll ab und sicherte sich neuerlich im Folgespiel das entscheidende Break.

 

Dass das Finale nicht länger dauerte, lag auch danach an del Potro, der bei 3:2 und 4:3 für Federer nochmal je zwei Chancen, ins Spiel zurückzukommen, ausließ und alle seine sieben Breakbälle vergab. Federer hatte bis dahin seine drei Möglichkeiten allesamt verwertet, nur im letzten Aufschlagspiel von del Potro verabsäumte er nach einem 15/40 die frühzeitige Entscheidung. Doch beim Ausservierten nützte er den vierten Matchball. Mit seinem ersten Turniersieg der neuen Saison stellte er im direkten Vergleich mit del Potro auf 9:2 und durfte den Pokal aus den Händen von Ex-Wimbledon-Sieger und Turnierleiter Richard Krajicek entgegennehmen.

 

Das extrem spannende Doppel-Finale gewannen Michael Llodra und Nenad Zimonjic (Frankreich/Serbien/2) gegen Robert Lindstedt und Horia Tecau (Schweden/Rumänien/3) mit 4:6, 7:5 und 16:14 im Champions Tiebreak. Llodra/Zimonjic wehrten dabei nicht weniger als fünf Matchbälle ab. (Text: MaWa)

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Kommentare (2)
20.02.2012 14:05:54
Gottschalk
von einer Titelverteidigung nach 7 Jahren zu sprechen ist genau so stumpfsinnig wie die Wortschöpfung: Zelebration .... Peinlich.echt !
19.02.2012 15:56:21
nadalfan
Ist jetzt nicht so die große Überraschung :)