
Vom 6. bis 8. April steigt heuer im Davis Cup in der Gruppe II der Asien-Ozeanien-Zone das Halbfinale zwischen Pakistan und den Philippinen. Der Internationale Tennisverband ITF hat es zunächst aus Sicherheitsgründen abgelehnt, internationale Spiele in Pakistan auszutragen. Nun hat Doppel-Ass Aisam-Ul-Haq Qureshi daher mit einem höchst interessanten Vorschlag aufgewartet. Der Weltranglisten-Neunte meinte, man könne den Länderkampf in Neu-Delhi oder Chandigarh in Indien austragen, dem seit Jahrzehnten verfeindeten Nachbarland.
„Ich weiß nicht, ob es uns die ITF erlauben wird, das Event zu veranstalten oder nicht“, wird Qureshi in der pakistanischen Zeitung „The Express Tribune“ zitiert, „aber wenn es an einem neutralen Ort stattfindet, glaube ich, dass es uns sehr helfen würde, in Indien zu spielen.“ Und das aus mehreren Gründen: „Wir hatten keine hilfreichen Verhältnisse im Libanon (dort hatte Pakistan sein Erstrunden-Match ausgetragen, Anm.), aber die Rasenplätze in Indien würden uns entgegenkommen. Gras ist auch unser bevorzugter Belag. Die indischen Behörden haben schon im Vorjahr zugestimmt, uns als Gastgeber zu dienen und ich denke, der Pakistanische Tennisverband sollte das als Option in Betracht ziehen. Es wird auch den freundschaftlichen Banden zwischen den Nachbarn helfen.“
Der Ball liegt auch laut einem ITF-Sprecher derzeit beim Pakistanischen Verband. Man warte auf einen Vorschlag zu einem Austragungsort, dann werde entschieden, ob die Sicherheit an diesem gewährleistet ist – egal ob dieser in Pakistan oder woanders liegt. Gegebenenfalls will man die Sicherheit mittels einer extra zu entsendenden, unabhängigen Kommission vor Ort überprüfen. (Text: MaWa; Foto: Jürgen Hasenkopf)