Alberto Berasategui: "Nächste 500 Jahre kein Spieler wie Nadal in Spanien"

Alberto Berasategui, Finalist der French Open 1994, über das Grand-Slam-Rennen zwischen Federer, Nadal und Djokovic - und das Niveau ihrer Nachfolger.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 02.09.2020, 16:05 Uhr

Alberto Berasategui
Alberto Berasategui

"Nadal, Federer und Djokovic sind immer besser geworden, und die ersten beiden haben ihre Karriere noch nicht beendet, weil jeder der Beste aller Zeiten sein will", sagte Berasategui im Gespräch mit Betway Insider. "Es wird schwierig sein, diese Ära bezüglich Anzahl, Titel und Niveau zu überbieten", so der ehemalige Weltranglisten-Siebte.

Müsste er tippen, würde der mittlerweile 47-Jährige auf Djokovic als künftigen Rekordhalter setzen. Der "Djoker" steht aktuell bei 17 Grand-Slam-Siegen, Nadal bei 19, Federer bei 20. Djokovics immenser Vorteil: sein Alter, denn er ist der Jüngst der Drei. Und, so Berasategui: "Weil er auf allen drei Belägen gut spielt. Federer kann nur in Wimbledon weitere Titel gewinnen, und sowohl Rafa als auch Djokovic haben mehr Möglichkeiten, sowohl auf Sand oder auf Hartplätzen.“

Ob auch die Technologie im Grand-Slam-Rennen mitentscheiden wird? "Je weniger Fehler, desto besser für das Spiel und die Spieler", so der Spanier. Interessant hierbei: die neue Technologie "FoxTenn", über das die Geschwindigkeit der Bälle bei verschiedenen ATP-Turnieren 2020 gemessen wird. "FoxTenn" wurde in Spanien entwickelt und ist als Ersatz des Hawk-Eye-Systems gedacht. Berasateguis Fazit zur Rolle der Technologie im Tennis: „Sie trägt zur Verbesserung bei, weil sie das Spiel sicherer und auch fairer macht.“

"Nadal hat Unglaubliches geleistet, nicht nur auf dem Platz"

Stichwort Nadal: Für Berasategui steht fest, "dass es in Spanien in den nächsten 500 Jahren keinen mit Nadal vergleichbaren Spieler geben wird. Er hat einfach Unglaubliches geleistet, und zwar nicht nur auf dem Platz.“ Überhaupt würde an die Big Three von den Youngsters niemand rankommen. Spieler wie Medvedev, Tsitsipas oder Alexander Zverev "werden zwar in den kommenden Jahren im Welttennis führend sein, aber nicht das Niveau von Nadal, Federer und Djokovic erreichen."

Berasategui hatte Mitte der 1990er-Jahre vor allem auf Sand große Erfolge erzielt, und dabei mit einem speziellen Schlag auf sich aufmerksam gemacht. "Hawaiianische Vorhand" wurde seine "Erfindung" genannt, Berasategui hatte nutzte einen extremen Western-Griff, der so weit im Westen lag wie Hawaii, so die Begründung. Damals ein Novum: dass ein Spieler die Vor-, als auch Rückhand mit derselben Schlägerseite spielte, heute ist dies öfter zu beobachten.

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02.09.2020, 16:32 Uhr
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