Ash Barty, Iga Swiatek, Naomi Osaka & Co: Wo stimmt die Frühform?

Die ersten Events auf der WTA-Tour sind geschlagen. Zeit, bei ausgewählten Starterinnen der ersten Woche eine erste Einschätzung über die Frühform zu wagen. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 11.01.2022, 12:57 Uhr

Ash Barty zeigte in Adelaide eine gute Frühform
Ash Barty zeigte in Adelaide eine gute Frühform

Die ersten drei Events der Saison 2022 auf der WTA-Tour sind also passé. Mit zwei Favoritinnensiegen - und einer faustdicken Überraschung. Was lässt sich nach Woche eins im frischgebackenen Spieljahr sagen? Insbesondere hinsichtlich der Australian Open, die am 17. Januar ihren Start finden werden. 

Naomi Osaka

Die Japanerin machte in Melbourne wieder einen sehr guten Eindruck. Jedoch nicht ausnahmslos. Da wäre etwa das Auftaktduell mit Alize Cornet aus Frankreich, in dem sich die Japanerin lange quälte, ehe sie in drei Sätzen doch die Oberhand behalten sollte. Und natürlich der Umstand, dass Osaka im Halbfinale nicht mehr antreten könnte. Eine Bauchmuskelverletzung, so die 24-Jährige via Twitter, würde nun körperliche Regeneration erfordern. Insbesondere die beiden Auftritte dazwischen - gegen Andrea Petkovic und Maryna Zaneska - stimmen zuversichtlich auf die Australian Open. Wo die Japanerin als Titelverteidigerin ans Werk geht. 

Iga Swiatek

Mission Titelverteidigung in Adelaide ist für Iga Swiatek indes gescheitert. Als zu stark sollte sich die Weltranglistenerste Ash Barty im Semifinale des WTA-500-Events erweisen, gerade einmal sechs Spielgewinne waren der jungen Polin in der Vorschlussrunde vergönnt. Nichtsdestoweniger stimmt die Form bei der 20-Jährigen, die mit einem klaren Sieg über die US-Open-Finalistin Leylah Fernandez und einem sehenswerten Fight gegen Victoria Azarenka zu überzeugen wusste. Und in der Weltrangliste mit einer Verbesserung auf Platz acht belohnt wurde. 

Aryna Sabelenka

Weniger erfreulich verlief der Start in die Saison für die Nummer zwei der WTA-Charts, Aryna Sabelnka. Die Belarussin war zum Auftakt ebenso beim topbesetzten Event von Adelaide am Start, musste dort jedoch bereits in Runde eins überraschend die Segel streichen. Auch in dieser Woche am gleichem Ort lief es nicht besser - Sabalenka kämpfte wie schon vor einigen Tagen mit ihrem Aufschlag und musste teils von unten servieren. Bei 39 Doppelfehlern in nur zwei Partien in 2022.

Maria Sakkari

Auch die Greichin Maria Sakkari, eine der formstärksten Spielerinnen gegen Ende des Spieljahres 2021, hätte sich den Start ins Jahr 2022 wohl anders erhofft. Zwar schaffte die 26-Jährige in Runde eins gegen Tamra Zidansek den Turnaround, nachdem es in Durchgang zwei mit 0:6 die Höchststrafe gesetzt hatte, den nächsten Drei-Satz-Fight in Runde zwei musste die Griechin jedoch verloren geben. Zumindest genügend Matchpraxis konnte die Weltranglistensechste in diesen beiden Marathon-Matches jedoch sammeln. 

Simona Halep & Amanda Anisimova

Zwei Damen, die - wenngleich auf der etwas schwächer besetzten Tennisbühne - in Melbourne höchst erfolgreich ins Tennisjahr starteten, sind Simona Halep und Amanda Anisimova. Letztere zeigte bei ihrem Triumph einen langen Atem, siegte drei Mal im Entscheidungssatz - und zwei Mal überdeutlich - und holte damit ihren zweiten Karrieretitel. Und Simona Halep? Diese feierte beim WTA-250-Event ihren ersten Titel auf der Tour seit September 2020. Und zeigte damit, dass auch mit ihr beim ersten Major des Jahres wieder zu rechnen sein darf. 

Ash Barty

Und dann wäre da noch Ash Barty, die aktuelle Nummer eins der Damen-Tenniswelt. Jene Dame, der Stand jetzt auch bei den Australian Open alles zuzutrauen ist, zumal die Australierin nach wackligem Auftakt ein beeindruckendes Turnier in Adelaide hinlegte. Seit dem verlorenen Auftaktsatz gegen Coco Gauff in Runde eins musste Barty keinen Durchgang abgeben - und fertigte auf dem Weg zum Titel beim WTA-500-Event von Sofia Kenin, Iga Swiatek und Elena Rybakina drei Top-Spielerinnen in beeindruckender Manier ab. 

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