Siegesserie gerissen – Dennis Novak verpasst Coup gegen die Nummer 1

Nach stolzen 16 Erfolgen am Stück geht Dennis Novak in Italien erstmals wieder mal als Verlierer vom Platz.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 20.05.2016, 08:56 Uhr

Dennis Novak

Das fünfte Mal in seiner Laufbahn hatte Dennis Novak in Mestre das Viertelfinale eines ATP-Challengers erreicht. Mit einem ersten Halbfinale hat es jedoch auch diesmal nicht sein sollen. Nach zwei ITF-Future-Turniersiegen in Folge in Antalya ist die Siegesserie des 22-Jährigen - nach stolzen 16 Erfolgen am Stück - am Freitag am Nachmittag gerissen. Der im Burgenland wohnhafte Niederösterreicher (ATP 259) verpasste beim 42.500-Euro-Sandplatzevent in dem Teil von Venedig einen Coup gegen den topgesetzten Paolo Lorenzi und musste sich dem 34-jährigen italienischen Routinier (ATP 50), nach rund 2:10-stündigem Kampf, mit 6:2, 4:6, 4:6 geschlagen geben. Der Schützling von Günter Bresnik verabsäumte hiermit eine Revanche für Bastian Trinker , der Kärntner (ATP 256) war Lorenzi in Runde eins, ebenso nach Satzführung und ebenso hauchdünn, mit 6:1, 1:6, 5:7 unterlegen gewesen.

Novak verspielt 5 Breakchancen im 2. und 4:2 im 3. Satz

Novak war dem Premieren-Semifinale auf dieser Ebene diesmal äußerst nah. Der Pottendorfer zehrte im ersten Satz von einer 4:0-Führung und hatte dann im zweiten bei 1:1 einmal und 3:3 vier Mal jeweils eine Breakchance zur möglichen Vorentscheidung. Stattdessen jedoch gelang Lorenzi nach bereits Spielball des Österreichers zum 5:5 mit dem ersten Breakball des ganzen Matches und zugleich Satzball der Satzausgleich. Novak steckte diesen weg, startete trotzdem stark in die Entscheidung, breakte sogleich zum Beginn zu null und hielt diesen Vorsprung bis zum Spielstand von 4:2. Lorenzi bewies aber seine Kämpferqualitäten, schlug mit vier Games in Serie zurück und drehte die Partie doch noch um. Novak vergab dabei diesmal zudem zwei Möglichkeiten zum Ausgleich zum 5:5, bis sein Kontrahent den ersten Matchball vorfand und sofort verwertete, zur Freude des italienischen Publikums.

Mehr Punkte geholt und doch verloren - Auch Oswald raus

Novak gewann sogar drei Punkte mehr (92:89), dennoch hieß es für ihn Abschied nehmen. Er muss sich deshalb mit 15 ATP-Zählern trösten, wird mit diesen in der Weltrangliste immerhin unter die Top 230 zurückkehren. Auch im Doppelbewerb ist eine rot-weiß-rote Titelchance in der Zwischenzeit dahin: Philipp Oswald gewann mit Rameez Junaid zwar das am Donnerstag beim Stande von 6:3, 4:4 und 0:30 bei eigenem Service abgebrochene Viertelfinale gegen die Tschechen Lukas Dlouhy und Roman Jebavy mit 6:3, 5:7 und 10:5 im Match Tiebreak. Doch im Halbfinale zogen der topgesetzte Vorarlberger und Australier danach gegen die Brasilianer Fabricio Neis und Caio Zampieri mit 2:6, 3:6 den Kürzeren.

Hier die Ergebnisse aus Mestre: Einzel , Doppel , Einzel-Qualifikation .

Hier der Spielplan.

von tennisnet.com

Freitag
20.05.2016, 08:56 Uhr