Mammut-Aufgabe – Schwere Auslosung für Jürgen Melzer

Österreichs lange Jahre bester Spieler trifft in Belgien sogleich auf die Nummer zwei des Turniers.

von Manuel Wachta
zuletzt bearbeitet: 01.10.2016, 00:00 Uhr

KITZBUEHEL,AUSTRIA,21.JUL.16 - TENNIS - ATP World Tour, Generali Open. Image shows Juergen Melzer (AUT). Photo: GEPA pictures/ Andreas Pranter

Mit der 1:6,-1:6-Pleite gegen den Deutschen Tobias Kamke(ATP 135) beim ATP-Challenger in Orléans war der letzte Einzelauftritt von Jürgen Melzer äußerst enttäuschend verlaufen. Die Chance zur Rehabilitation gibt es schon in der kommenden Woche. Sie hätte allerdings größer ausfallen dürfen, denn der 35-Jährige hat beim ATP-Challenger in Mons eine echte Mammut-Aufgabe zugelost bekommen. Der Deutsch-Wagramer (ATP 541), der neuerlich das Protected Ranking in Anspruch nimmt, trifft in Runde eins des 106.500-Euro+H-Hartplatz-Hallenevents im Südwesten Belgiens sogleich auf die Nummer zwei, Dustin Brown (ATP 67). Die deutsch-jamaikanische Trickshot-Maschine befindet sich in toller Form und erreichte mit einem Finale beim ATP-Challenger in Stettin, einem Achtelfinale in Metz (ATP World Tour 250) ein neues Career High, aktuell Platz 67. In Orléans schaffte es der 31-Jährige, der sich bei Hallenevents üblicherweise sehr wohl fühlt, zudem ins Viertelfinale.

Melzer kommt aus Frankreich wenigstens mit einem Doppel-Halbfinale angereist, beim ersten gemeinsamen Antritt mit Julian Knowle seit Tokio im Jahre 2013 war, wie damals, im Kampf um das Endspiel Endstation. Nach zuvor zwei beeindruckenden Siegen scheiterten die beiden, die zusammen eine Wildcard von den Veranstaltern erhalten hatten, mit 4:6, 6:1, 6:10 an Ariel Behar (Uruguay) und Andrei Vasilevski (Weißrussland). Für den Niederösterreicher bzw. den Vorarlberger ging es nach einem souveränen zweiten Satz zwar noch ins Match Tiebreak, dort jedoch konnten ihre Gegner auf 100 Prozent erste Aufschläge im Feld (acht von acht) setzen - Knowle/Melzer glückte kein Minibreak, zwei verlorene Servicepunkte zum 4:6 und 6:9 waren deshalb spielentscheidend. Die beiden mussten sich hiermit pro Kopf mit 1150 Euro Preisgeld sowie 45 ATP-Doppelpunkten begnügen. Behar/Vasilevski hatten im Viertelfinale zuvor auch schon den Niederösterreicher Tristan-Samuel Weissborn und Aliaksandr Bury (Weißrussland) mit 6:2, 3:6, 10:5 eliminiert.

von Manuel Wachta

Samstag
01.10.2016, 00:00 Uhr