Die sieben Schlüsselmomente des Milos Raonic

Der Kanadier hadert immer noch mit seiner Niederlage im Wimbledon-Finale.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 20.08.2016, 06:24 Uhr

MASON, OH - AUGUST 18: Milos Raonic of Canada celebrates in his third round match against Yuichi Sugita during day 6 of the Western & Southern Open at the Lindner Family Tennis Center on August 18, 2016 in Mason, Ohio. (Photo by Andy Lyons/Getty I...

Die historischen Errungenschaften der „Großen Vier“ im Männertennis sind über jeden Zweifel erhaben - und noch keineswegs an ihrem Ende angelangt. Schließlich sind auch 2016 alle drei bis dato ausgespielten Grand-Slam-Titel in den Händen vonNovak DjokovicundAndy Murraygelandet. Ein Mann aber, der zumindest in der Weltrangliste in die Phalanx der gestandenen Topspieler einzudringen gedenkt, istMilos Raonic. Mit einem potenziellen Finaleinzug beim ATP-Masters-1000-Turnier in Cincinnati würde sich der Kanadier auf Platz drei schrauben, nicht unwichtig auch in Hinblick auf die Setzung bei den US Open.

Die letzte Hürde für Raonic ist indes die im Augenblick wohl höchste im Männertennis: Andy Murray, gegen den er im Wimbledon-Finale letztlich chancenlos war. Eine Niederlage, die Milos Raonic nach wie vor schmerzt, die er mit seinem Teilzeit-Coach John McEnroe aber intensiv aufgearbeitet hat, wie er dem US-TV-Sender ESPN in Cincinnati verriet. „Es war schon eine Enttäuschung im Wimbledon-Finale, vor allem auf der mentalen Seite“, erklärte Raonic. „Wir haben darüber viel geredet, ausführlich diskutiert.“

Fehlende Intensität, fehlende Präsenz

McEnroe, der an der Church Road dreimal im Einzel siegreich war, habe ihm klargemacht, dass in manchen Phasen die Intensität in seinem Spiel nicht gestimmt hätte. „Ich war unter dem Eindruck, dass ich wirklich mit höchster Intensität gespielt hätte“, so der achtfache Turniersieger auf der ATP-Tour. „Aber ich habe mir das Match noch einmal angesehen - und sieben Schlüsselmomente entdeckt.“

Ob diese Spielsituationen für den Ausgang des Endspiels gegen Murray entscheidend gewesen sind, ließ der 25-Jährige offen. Aber eine höhere Intensität würde den Gegner ganz generell vor schwierigere Aufgaben stellen, die Präsenz auf dem Court sei für einen Tennisprofi ganz entscheidend. Bei seinem glatten Viertelfinal-Erfolg gegenDominic Thiemstrahlte Raonic ausreichend Präsenz aus, der wahre Härtetest folgt in der Nacht auf Sonntag gegen Olympiasieger Andy Murray.

Hier die Ergebnisse aus Cincinnati:Einzel,Doppel,Einzel-Qualifikation.

Hier der Spielplan.

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Samstag
20.08.2016, 06:24 Uhr