Jetzt möchte auch Andy Murray Tie-Break-König von Wien werden

Dazu komplettiert Wimbledon-Sweetheart Marcus Willis das Starterfeld für die "Tie Break Tens".

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 10.10.2016, 00:00 Uhr

BEIJING, CHINA - OCTOBER 09: Andy Murray of Great Britain reacts against Grigor Dimitrov of Bulgaria during the Men's Singles final on day nine of the 2016 China Open at the China National Tennis Centre on October 9, 2016 in Beijing, China. (Photo ...

Der Stachel vom vergangenen Dezember sitzt offenbar noch tief beim zweifachen Goldmedaillen-Gewinner: Da hatte Andy Murray nämlich im Finale der Premiere der "Tie Break Tens" gegen Landsmann Kyle Edmund verloren, eine Scharte, die der Schotte nun vor Beginn der Hauptfeld-Action bei den Erste Bank Open in Wien auszumerzen gedenkt. Und also wird Murray am Sonntag, 23. Oktober, um den Siegerscheck von 250.000.- US Dollar mitspielen. Im Übrigen der einzige Scheck, der an diesem Abend verteilt wird, alle anderen Teilnehmer gehen leer aus.

Diese Herren, die jeweils bis zum Gewinn eines Tie-Break-Satzes bis zehn spielen, können sich auf der anderen Seite aber wirklich sehen lassen: Neben Lokalmatador Dominic Thiem und dem Franzosen Jo-Wilfried Tsonga wird auch Tommy Haas, Champion in Wien 2013, erstmals seit langem wieder in wettkampfähnlichem Umfeld aufschlagen, dazu mit Goran Ivanisevic ein weiterer ehemaliger Stadthallen-Sieger die kurzen Matches in Angriff nehmen. Die Nummer zwei der Welt blickt jedenfalls schon mit Freude voraus auf die Veranstaltung.

Kurz und spannend

"Ich freue mic darauf, wieder Tie Break Tens zu spielen", erklärte Andy Murray. "Es war großartig beim letzten Mal. Schnelle, aufregende Matches. Und das Feld in Wien ist wirklich stark. Das sollte ein großer Spaß werden." Den hat Murray auch bei seinem letzten Auftritt in der österreichischen Hauptstadt gehabt: 2014 war der Schotte nicht nur mit der Siegertrophäe nach Hause gefahren, sondern auch mit 250 Punkten, die ein wichtiger Mosaikstein zur Qualifikation für die ATP-Finals in London gewesen sind.

Marcus Willis, der heuer in Wimbledon die Herzen der Zuschauer im Sturm erobert hatte, ist der sechste Mann im Bunde. Der Brite zeigte angesichts der Besetzung des Kurz-Turniers gleich Humor. "Besonders gut sind meine Gegner nicht, oder?", ließ Willis verlauten. Generell traue er sich einen Sieg gegen Thiem, Murray oder Tsonga in einem regulären Match nicht zu, aber in einer Kurzentscheidung? "Einen Zehn-Punkte-Tie-Break kann ich gegen jeden Spieler gewinnen. Das kommt meiner Spielanlage entgegen."

von Jens Huiber

Montag
10.10.2016, 00:00 Uhr