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Marcelo Melo muss sich neu orientieren

Die Doppel-Partnerschaft mit Ivan Dodig geht nach vier Jahren zu Ende.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 23.10.2016, 06:23 Uhr

MASON, OH - AUGUST 21: Ivan Dodig of Croatia and Marcelo Melo of Brazil take a selfie after defeating Jean-Julien Rojer and Horia Tecau in the men's doubles final on Day 9 of the Western & Southern Open at the Lindner Family Tennis Center on August 2...

Von Jens Huiber aus Wien

Marcelo Melo hat einen sehr entspannten Eindruck gemacht am Samstagvormittag, inmitten der brasilianischen Sportskameraden Thomaz Bellucci und Bruno Soares . Letzterer hat nach dem Eintreten in das Wiener Grand Hotel lautstark nach einem Begrüßungskomitee gerufen, der Ruf wurde nur zum Teil erhört. Melo hat derweil am Kärntner Ring die Wiener Herbstsonne genossen, sich womöglich Gedanken gemacht, wer denn im kommenden Jahr sein permanenter Doppelpartner sein könnte.

Denn nach vier Jahren geht die erfolgreiche Spielgemeinschaft mit Ivan Dodig nach den ATP World Tour Finals in London zu Ende. Warum, darüber ist bis auf weiteres nichts bekannt, sehr wohl aber, dass sich Dodig, der nach dem Auftritt beim Saisonabschlussturnier die Argentinier zum Davis-Cup-Finale begrüßen wird, im kommenden Jahr gemeinsam mit dem Spanier Marcel Granollers durch die Doppel-Tableaus spielen wird. Marcelo Melo kennt seinen künftigen Spielkameraden womöglich auch schon, verraten hat er ihn bis dato noch nicht.

Kein brasilianisches Duo

In der Wiener Stadthalle wird sich jedenfalls Lukasz Kubot an der Seite von Melo zeigen, man kennt sich bereits von einem gemeinsamen Auftritt in Peking. Der Pole hat seinerseits eine spielerische Trennung hinter sich, Alexander Peya und er orientieren sich nunmehr anderweitig. Peya, dessen Plan für 2016 ursprünglich eine Liaison mit Philipp Petzschner vorgesehen hatte, die aufgrund der Verletzungsprobleme des Deutschen nur zu Beginn des Jahres fruchtete, spielt in Wien nun mit Mate Pavic.

Bruno Soares, der dann doch gebührend begrüßt wurde, steht jedenfalls nicht zur Verfügung. Der Traum vom gemeinsamen Olympia-Gold hatte sich in Rio im Viertelfinale gegen die rumänische Paarung Horia Tecau und Florin Mergea in ein enttäuschendes Nichts aufgelöst, auch die Davis-Cup-Begegnung gegen Belgien ging vor wenigen Wochen verloren. Und in Wien spielt Soares wie gewohnt an der Seite von Jamie Murray - mit dem er 2016 schon die Titel bei den Australian Open und den US Open geholt hat.

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Sonntag
23.10.2016, 06:23 Uhr