Niki Moser exklusiv – „Das Sportlerherz blutet ein bisschen“

"..., wenn man so nah dran ist", aber nicht mehr mitspielt: Der Wiener hat die Karriere beendet und widmet sich nun seiner neuen.

von Manuel Wachta
zuletzt bearbeitet: 26.10.2016, 00:00 Uhr

Niki Moser

Fünf Future-Titel und ATP-Platz 401 im Einzel, drei Challenger-, zwölf Future-Triumphe und Position 183 im Doppel hatte Niki Moser zustande gebracht. Schon im Juniorentennis hatte er zuvor von sich reden gemacht, Rang 24 im ITF-Ranking erreicht und 2008 mit Cedrik-Marcel Stebedas US-Open-Doppel gewonnen. Während sein deutscher Partner 2012 auf Rang 71 bei den Herren stieg und derzeit nach ebenso zahlreichen Verletzungsproblemen einmal mehr fürs Comeback in der Weltspitze schuftet, hat die einst so große österreichische Zukunftshoffnung diesen Kampf inzwischen beendet. "Vor einem Jahr war's dann so, dass ich mich entschieden habe, es sein zu lassen", erklärte Moser indes, am Rande der Erste Bank Open 500, gegenüber tennisnet.com. "Weil ich einfach müde davon geworden bin, dann zum Schluss eigentlich viel mehr gegen die Schmerzen anzukämpfen als gegen meine Gegner."

Nach diesem Schlussstrich unter die Karriere als Tennisprofi arbeitet Moser inzwischen längst an seiner neuen. Bei dem ATP-World-Tour-500-Turnier in der Wiener Stadthalle war ihm die Projektleitung für das innovative Spielformat "Tie Break Tens", das Hausherr Dominic Thiem bei der Premiere in Wien am Sonntaggewonnen hatte , übertragen worden. Mit vollem Erfolg. Im Videointerview sprach der 26-jährige Wiener über sein Karriereende, die Zeit danach und die Zukunft von "Tie Break Tens". Bei dem ihm, "wenn man da so nah dran ist", jedoch nicht mehr selbst im Profigeschehen mitspielt, das Sportlerherz doch ein bisschen geblutet hat, wie er offen zugab.

von Manuel Wachta

Mittwoch
26.10.2016, 00:00 Uhr