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Wiener Stadthallen-Turnier dringt in neue Dimensionen vor – 16 aus den Top 30

Wien kann sich auf Andy Murray, Tomas Berdych, Dominic Thiem und ein ungemein starkes Teilnehmerfeld freuen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 14.09.2016, 12:23 Uhr

Thomas Muster - Dominic Thiem - Herwig Straka

"Mit diesem großartigen Starterfeld stoßen wir in Grand-Slam-Dimensionen vor!": Die Freude von Turnierdirektor Herwig Straka über die mit Superstars gespickte Nennliste der Erste Bank Open 500 vom 22. bis 30. Oktober 2016 ist nur allzu verständlich. Der Schotte Andy Murray, der nach seinenTriumphen beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledonundbei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiroin seiner Heimat endgültig Kultstatus erlangt hat, führt in der Wiener Stadthalle ein Teilnehmerfeld an, das die Herzen der Tennisfans höher schlagen lässt. Am Mittwochvormittag wurde es im Rahmen einer Pressekonferenz im Erste Campus im 10. Wiener Gemeindebezirk, nahe dem Hauptbahnhof, erstmalig vorgestellt, im Beisein von Straka, Thomas Schaufler (Vorstandsdirektor Erste Bank), Ralph Müller (Vorstandsdirektor Wiener Städtische Versicherung), Kurt Gollowitzer (Geschäftsführer Wiener Stadthalle und Tennis 500 Lizenz GmbH), Dominic Thiem (ATP-Nummer 10), Thomas Muster (Ex-Weltranglisten-Erster und Turnierbotschafter).

Karlovic als Nummer 20 derzeit ungesetzt

Da Novak Djokovic weder in Wien noch in Basel antritt und pausieren wird, "spielt also der Beste in dieser Woche in Wien", freute sich Straka. Hinter dem Weltranglisten-Zweiten Murray ist mit Tomas Berdych (ATP 9) ein weiteres Top-Ten-Ass die Nummer zwei des Turniers. Der Tscheche, der noch nie zuvor im für ihn eigentlich naheliegenden Wien aufgeschlagen hat, ist ein direkter Konkurrent des als Nummer drei gesetzten Lokalmatadors Dominic Thiem im Kampf um einen der acht heißbegehrten Plätze bei den ATP World Tour Finals ab 13. November 2016 in London. "Tomas hatte eine Bauchentzündung und ist anfangs falsch behandelt worden. Er ist lange auf unserer Liste jener Spieler, die wir gerne mal in Wien sehen würden, gestanden", erklärte Straka. Man hoffe, dass es trotz Berdychs kürzlicher gesundheitlicher Probleme diesmal also klappe.

Mit dem Franzosen Jo-Wilfried Tsonga (ATP 12), Gewinner von 2011, dem spanischen Titelverteidiger David Ferrer (ATP 13), dem Spanier Roberto Bautista Agut (ATP 16), dem französischen Jungstar Lucas Pouille (ATP 18) und dem spielfreudigen Uruguayer Pablo Cuevas (ATP 19) glänzt die Setzliste mit weiteren Hochkarätern. Für den kroatischen Kanonenaufschläger Ivo Karlovic ist derzeit als Weltranglisten-20. schon kein Platz mehr im Kreis der Gesetzten. Das gilt auch für so klingende Namen wie Bernard Tomic (Australien; ATP 21), Vorjahresfinalist Steve Johnson (ATP 23) und dessen US-Landsmann John Isner (ATP 25) sowie Feliciano Lopez (Spanien; ATP 26), Sieger von 2004, Gilles Simon (Frankreich; ATP 28), Sam Querrey (USA; ATP 29) oder Philipp Kohlschreiber (Deutschland; ATP 30). In Summe schlagen nicht weniger als 16 Top-30-Spieler bei Österreichs Tennis-Highlight auf! Trotz der Konkurrenz durchs parallel stattfindende Turnier derselben Kategorie in Basel.

Murray mit besten Erinnerungen an Wien

Andy Murray ist sich angesichts der harten Konkurrenz bewusst, dass der Weg zu einem möglichen zweiten Wien-Titel nach 2014 kein Spaziergang wird. "Es ist jetzt ein 500er-Turnier und dementsprechend stark besetzt. Ich habe bisher ein sehr gutes Jahr gespielt und hoffe, dass ich an meine zuletzt gezeigten Leistungen in Wien anknüpfen kann", sagte der Gewinner von vier Saisonturnieren (Rom, Queen's Club, Wimbledon, Rio de Janeiro) in einer bei den US Open in New York aufgezeichneten Videobotschaft.

An seine Zeit beim heimischen Tennis-Highlight vor zwei Jahren erinnert sich Murray gerne zurück: "Die Halle hat einen sehr schönen Centre Court. Ich habe eine tolle Zeit in Wien verbracht, der Turniersieg hat alles noch ein bisschen besser gemacht. Ich habe Wien als ruhige und saubere Stadt mit freundlichen Menschen und sehr gutem Essen in Erinnerung. Aus all diesen Gründen komme ich gerne zurück", so Murray.

Straka: "Jedes einzelne Match" potenzielles Highlight

"Bei dieser enormen Dichte an Superstars verspricht jedes einzelne Match ein Highlight zu werden. Andy Murray spielt die beste Saison seiner Karriere. Dazu werden heuer neben Spielern wie Jo-Wilfried Tsonga und David Ferrer auch neue Gesichter wie Tomas Berdych oder Lucas Pouille in Wien aufschlagen. Pouille hat in dieser Saison in Wimbledon und bei den US Open jeweils das Viertelfinale erreicht und in New York in einem packenden Fünf-Satz-Match Rafael Nadal besiegt. Die Besucher dürfen sich auf ebenso dramatische wie sportlich hochstehende Matches bei den Erste Bank Open 500 freuen", ist Straka überzeugt.

"Ich wünsche mir, dass ein Österreicher gewinnt", grinste Thomas Schaufler, Vorstandsdirektor der Erste Bank, eingangs der Pressekonferenz in Thiems Richtung. Ein Unterfangen, das bei diesem Feld wahrlich keine Leichtigkeit werden dürfte.

Die Nennliste der Erste Bank Open 500 (Cut-off 34)

ATP-Ranking vom 12. September 2016

1 Andy MURRAY (Großbritannien) 2
2 Tomas BERDYCH (Tschechien) 9
3 Dominic THIEM (Österreich) 10
4 Jo-Wilfried TSONGA (Frankreich) 12
5 David FERRER (Spanien) 13
6 Roberto BAUTISTA AGUT (Spanien) 16
7 Lucas POUILLE (Frankreich) 18
8 Pablo CUEVAS (Uruguay) 19
9 Ivo KARLOVIC (Kroatien) 20
10 Bernard TOMIC (Australien) 21
11 Steve JOHNSON (USA) 23
12 John ISNER (USA) 25
13 Feliciano LOPEZ (Spanien) 26
14 Gilles SIMON (Frankreich) 28
15 Sam QUERREY (USA) 29
16 Philipp KOHLSCHREIBER (Deutschland) 30
17 Martin KLIZAN (Slowakei) 31
18 Albert RAMOS-VINOLAS (Spanien) 32
19 Viktor TROICKI (Serbien) 33
20 Joao SOUSA (Portugal) 34

21 Fabio FOGNINI (Italien) 43 *
22 Kevin ANDERSON (Südafrika) 46 *
23 Guillermo GARCIA-LOPEZ (Spanien) 56 *
24 Andreas SEPPI (Italien) 92 *

* Top 30 Commitment Player

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Mittwoch
14.09.2016, 12:23 Uhr