Es ist angerichtet bei den Generali Open in Kitzbühel

Den Montag nutzen die nationalen und internationalen Davis-Cup-Spieler zur Eingewöhnung an die Bedingungen.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 18.07.2016, 00:00 Uhr

Manche Spieler kommen mit der Höhenlage des Turniers in Kitzbühel besser zurecht als andere, Florian Mayer etwa gehört in die Kategorie "als andere", der deutsche Veteran fühlt sich dem Turnier in der selbsternannten Sporthauptstadt der Alpen im Geiste verbunden, spielerisch wird er diese Liebe wohl nicht mehr unter Beweis stellen. Zu weit fliegen die Bälle des Bayreuthers in der Tiroler Höhenluft, das Spiel mit viel Spin ist nicht seines. Eigentlich auch nicht das von Lukas Rosol, aber der Tscheche prügelt die Bälle ohnehin so flach wie kaum ein anderer über die Netzkante, egal ob auf Meereshöhe oder in alpiner Lage.

Vor dem Trainingsplatz, auf dem sich Rosol nach einem anstrengenden, für ihn persönlich immerhin mit einem Erfolgserlebnis (am ersten Davis-Cup-Tag gewann der Tscheche gegen Jo-Wilfried Tsonga, sein Team verlor letztlich gegen die favorisierten Franzosen) geprägten Wochenende einschlägt, hat sich eine Menschentraube gebildet. Kein Wunder, trainiert Rosol doch gegen einen Mann mit exakt denselben Erfahrungswerten, Jürgen Melzer nämlich. Die langjährige österreichische Nummer eins hat sich gestern noch nachgerade sensationell in der Ukraine aus seiner Verletzungspause zurück gemeldet, auch Melzer trifft die Kugel außerordentlich gut an diesem Montagnachmittag.

Heiß begehrte Unterschriften

Bruder Gerald hat den Davis-Cup-Sonntag frei bekommen, einen Tag später schlendert der Niederösterreicher ganz in Schwarz über die Anlage des Kitzbüheler Tennisclubs. Noch sind die Temperaturen nicht so, dass Gerald Melzer dies zum Nachteil gereichen würde, immerhin zeigt sich erstmals über längere Strecken die Sonne. Der sich Dennis Novak nur bedingt aussetzt, der Doppel-Partner von Dominic Thiem schreibt geduldig Autogramme vor dem Stand des Turnier-Ausrüsters, wird von den vielen Fans am Kids´ Day abgeschirmt.

Und was macht eigentlich der Titelverteidiger, Philipp Kohlschreiber, der im letztjährigen Endspiel Paul-Henri Mathieu geschlagen hatte? Er trainiert. Und das offenbar so stark, dass sich Trainer-Manager Stephan Fehske und der für die Fitness der deutschen Nummer eins verantwortliche Ex-Hochspringer Carlo Tränhardt nach der Übungseinheit von "Kohli" einigermaßen entspannt Richtung Innenstadt bewegen können. Es ist angerichtet in Kitzbühel. Am Dienstag geht es sportlich erstmals so richtig rund in der Gamsstadt.

von Jens Huiber

Montag
18.07.2016, 00:00 Uhr