Laver Cup: John McEnroe in Boston auf Promotion-Tour

John McEnroe, Kapitän von Team World beim Laver Cup, gab am Dienstag in Boston den Startschuss zum Ticketverkauf für die vierte Ausgabe des Mannschafts-Wettbewerbs. Bis jetzt ging die Weltauswahl gegen das von Björn Borg gecoachte Team Europe immer als Verlierer vom Court.

von Robin Huiber
zuletzt bearbeitet: 05.03.2020, 19:49 Uhr

John McEnroe mit Celtics-Spieler Gordon Hayward
© Getty Images
John McEnroe mit Celtics-Spieler Gordon Hayward

Die Formalien beim Laver Cup sollten dem Tennisfan mittlerweile bekannt sein: Beim erstmals 2017 in Prag ausgetragenen Event handelt es sich um einen dreitägigen Wettkampf, bei dem ein Team aus sechs europäischen Spielern gegen ein Team der gleichen Anzahl mit Spielern der restlichen Kontinente antritt. Drei der sechs Spieler qualifizieren sich basierend auf ihrem ATP Ranking nach den French Open. Die restlichen Spieler wählen die Coaches der Teams aus und werden kurz vor den US Open verkündet. Roger Federer, auf dessen Idee der Laver Cup zurückgeht, hat seine Teilnahme natürlich bereits bestätigt und wird Coach Björn Borg auf jeden Fall zur Seite stehen. Im vergangenen Jahr gehörten neben Federer auch Rafael Nadal, Dominic Thiem, Stefanos Tsitsipas, Alexander Zverev und Fabio Fognini der europäischen Auswahl an.

Namensgeber für den Wettbewerb ist Tennislegende Rod Laver. Die bisherigen drei Auflagen konnte Team Europe allesamt für sich entscheiden. Der vierte Versuch wird vom 25. bis 27. September im TD Garden in Boston, der Heimat der Boston Celtics, stattfinden. John McEnroe, Kapitän der Weltauswahl und nebenbei bekennender New Yorker, gönnte sich deshalb ein Spiel der Celtics gegen die Brooklyn Nets (120:129), natürlich fußfrei in der ersten Reihe. Wie der Zufall so spielt, fiel der Boston-Besuch genau auf McEnroes 40-jährige Jubiläum des erstmaligen Erklimmens der Weltspitze. Am 3. März 1980 hatte der Amerikaner seine Premiere auf dem Gipfel der ATP-Charts gefeiert.

Mit dem Heimvorteil zum ersten Sieg

„Es ist großartig, diese schöne Stadt zu besuchen,  "erklärte McEnroe also. "Dies ist eine phänomenale Sportstadt, und ich glaube, die Fans werden das Heimteam stark unterstützen. Der Laver Cup 2018 war auch aufgrund der Energie des Publikums unglaublich knapp. Ich bin mir sicher, dass Boston diese Tradition im TD Garden, einem der besten Stadien der Welt, weiterleben lässt. Wir haben letztes Jahr geführt und waren so knapp dran. Ich hoffe, dass ganz Boston hinter uns steht, und wir durch den Heimvorteil, gepaart mit unserem unglaublichen Teamspirit und den phänomenalen Spielern, das Team Europe schlagen können."

Das Problem der letzten Jahre war für den legendären Linkshänder allerdings auch oft in Verletzungen begründet: So konnten etwa Juan martin del Potro oder Kei Nishikori bis dato noch nie beim Laver Cup einlaufen, obwohl diese beiden Spieler McEnroe und dem Team Welt sicherlich geholfen hätten.

Zudem meinte John McEnroe, dass es höchste Zeit wäre, dass Weltklasse-Tennis in die „City of Champions“ zurückkehrt. Das letzte professionelle Tennisturnier fand 1999 in Boston statt, wo Marat Safin gegen Greg Rusedski im Finale gewann. Auch der Bürgermeister der Stadt, Martin J. Walsh, schloss sich diesem Gedanken an: „Es ist schön den Laver Cup in Boston zu haben. Wir sind eine wetteifernde Stadt, die Sport liebt, und ich bin erfreut, dass die lokalen Tennisfans zusammen mit allen anreisenden Besuchern diese Erfahrung in unserer Stadt machen können.“ Ursprünglich hatte sich Boston auch für die Austragung der Olympischen Siele 2028 beworben. Der Zuschlag ging allerdings an Los Angeles.

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Donnerstag
05.03.2020, 19:35 Uhr
zuletzt bearbeitet: 05.03.2020, 19:49 Uhr