ATP Masters Indian Wells: Alexander Zverev - „Diese Niederlage schmerzt“

Die Niederlage von Alexander Zverev gegen Taylor Fritz im Viertelfinale des ATP-Masters-1000-Turniers in Indian Wells war vermeidbar. Und könnte etwas mit der Arbeitslast des Olympiasiegers zu tun haben.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 16.10.2021, 09:28 Uhr

Alexander Zverev hatte den Sieg gegen Taylor Fritz auf dem Schläger
© Getty Images
Alexander Zverev hatte den Sieg gegen Taylor Fritz auf dem Schläger

Und also saßen Taylor Fritz und Alexander Zverev nach ihrem Viertelfinal-Match beim ATP-Masters-1000-Turnier in Indian Wells in ihren Pressekonferenzen und sprachen über ihr in vielerlei Hinsicht bemerkenswertes Match. Während Fritz den Erfolg über Zverev als den mit Abstand größten seiner Karriere einordnete, gab der Olympiasieger in gewohnter Offenheit zu Protokoll, dass diese Niederlage ihn wirklich schmerze. Zwei Matchbälle hatte Zverev auf dem Schläger, den zweiten vergab er mit einem Doppelfehler. Was nichts an der herausragenden Leistung von Fritz schmälern soll.

Man muss schon ein paar Monate zurückgehen, um auf ein Match zu stoßen, das Alexander Zverev eher aus der Hand gegeben hat als dass sein Gegner der bessere Spieler war: Nach Wimbledon vielleicht, wo der Deutsche gegen Félix Auger-Aliassime, gegen den er in den Begegnungen zuvor nie Probleme gehabt hatte, überraschend ausschied. Danach gab es die Festspiele in Tokio, den Triumph in Cincinnati und den starken Auftritt bei den US Open. Ein Sieg in Indian Wells hätte die ohnehin schon herausragende Saison von Zverev noch einmal veredelt.

(Zu) viele Matches für Zverev, Medvedev, Tsitsipas

Die Voraussetzungen dafür waren ja gegeben: Unmittelbar vor dem Match gegen Fritz hatte mit Stefanos Tsitsipas der letzte verbliebene Favorit gegen Nikoloz Basilashvili seinen Abschied genommen, Daniil Medvedev war schon im Achtelfinale an Grigor Dimitrov gescheitert. Für Medvedev darf man schon jetzt dasselbe Saison-Resümee ziehen wie für Zverev, der Russe hat mit dem Sieg bei den US Open die Nase vielleicht sogar noch eine wenig vorne.

Für Zverev wie Medvedev wie auch Tsitsipas gilt aber: Die lange Saison fordert ihren Tribut. Alle drei waren zuletzt in der Halle von Boston beim Laver Cup engagiert, der Wechsel zu Outside-Tennis bei 30 Grad in Indian Wells ist sicherlich nicht einfach zu bewerkstelligen. Vor allem, wenn man die Last der drei Genannten betrachtet: Medvedev hat inklusive Indian Wells 61 Matches gespielt, Zverev kommt auf 60, Tsitsipas sogar auf 70.

Und die Spielzeit 2021 ist für das Trio noch lange nicht vorbei: Alexander Zverev und Stefanos Tsitsipas gehen ab dem 25. Oktober bei den Erste Bank Open in Wien an den Start, Zverev hat darüber hinaus für Paris-Bercy und Stockholm genannt. Daniil Medvedev überlegt, in dieser Woche in Moskau zu starten. Und für alle drei steht ja auch noch das ATP-Finale in Turin an.

Hier das Einzel-Tableau in Indian Wells

   

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16.10.2021, 10:35 Uhr
zuletzt bearbeitet: 16.10.2021, 09:28 Uhr

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