Dominic Thiem - „Dieses Turnier ist ein Energiespender!“

Der Ärger über seinen Viertelfinalgegner Ivan Dodig ist bei Österreichs Nummer eins noch nicht verraucht.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 29.04.2016, 12:51 Uhr

Dominic Thiem (AUT) und Schiedsrichter Damian Steiner. Tennis - BMW Open2016 - ATP - MTTC Iphitos - Munich - - Germany - 29 April 2016.

Der tiefe Slice war es, den sichDominic Thieman seinem freien Tag vor dem Viertelfinale bei den BMW Open immer wieder von seinem Sparringpartner servieren hat lassen. Als Vorbereitung zu seinem Match gegenIvan Dodig. Dabei hätte es auch des genauen Studiums des ATP-Regelwerks bedurft, vor allem im dritten Satz, als der Kroate hochgradig beleidigt den Center Court verlassen hatte. „Das geht nur bei einem Notfall, und das war es ja ganz offensichtlich nicht“, gab Thiem nach Spielende zu Protokoll. „Ich habe schon viel Tennis gespielt und gesehen, aber dass jemand mitten im Satz auf das Klo geht, so etwas noch nicht.“

Auf ATP-Ebene hatten sich Dodig und Thiem vor München noch nie gemessen, eine Etage drunter gab es 2012 ein kurzes, für die aktuelle Nummer 15 der Welt eher unerfreuliches Treffen, der Kroate ließ damals nur zwei Spielgewinne von Thiem zu. Der Niederösterreicher merkt sich auch solche Matches, sogar jeden einzelnen Punkt, Coach Günter Bresnik kann sich bei der Spielanalyse dem großen Ganzen widmen. Seit der einzigen Begegnung mit Thiem hat sich Dodig auch und vor allem seiner Karriere im Doppel gewidmet, im vergangenen Jahr an der Seite von Marcelo Melo den Titel bei den French Open eingefahren.

Es wartet ein Kumpel

Dominic Thiem auf der anderen Seite hat sein Augenmerk ganz klar auf ein Vorankommen in der Einzelwertung gerichtet, die recht beständige Doppel-Partnerschaft mitDavid GoffinEnde 2015 im beidseitigen Einvernehmen aufgelöst. Nicht so die Freundschaft mit dem Belgier, den Start der Players´ Party in München haben die Beiden gemeinsam bestritten. Die Bilanz gegen Goffin, einen seiner möglichen Halbfinal-Gegner bei den BMW Open 2016, weist für Thiem zwei Siege bei vier Niederlagen aus, zuletzt hat man sich in einem epischen Match bei den Australian Open gemessen. „David ist für mich extrem schwer zu spielen, er nimmt die Bälle früh, gibt mir keine Zeit.“

Alexander Zverevwiederum, der zweite noch verbliebene Mann auf Thiems Ast im Münchner Tableau, sei der beste aller nachkommenden jungen Spieler. Und, wie Goffin auch, einer derjenigen Kollegen, mit denen Dominic Thiem auch einmal zum Dinner geht. Ganz entspannt, genau so wie die Veranstaltung in München vom fünffachen Turniersieger auf der Tour wahrgenommen wird. „Es ist einfach extrem angenehm hier. Das ist eher ein Energiespender, als dass es mir Energie raubt.“

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29.04.2016, 12:51 Uhr