Aus für den „Matador“ – Grigor Dimitrov dominiert Rafael Nadal

„Baby-Federer“ verbucht im achten Anlauf den ersten Sieg gegen den 14-fachen Grand-Slam-Champion.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 07.10.2016, 16:46 Uhr

Grigor Dimitrov

2005 und 2008 hatteRafael Nadaldie China Open in Peking damals für sich entschieden. Auf den dritten Pokal in der chinesischen Hauptstadt muss der „Matador“ allerdings vorerst weiter warten, das Traumfinale gegen den topgesetzten BritenAndy Murraybeim ATP-World-Tour-500-Hartplatzturnier ist am Freitag geplatzt. Der zweitgereihte Spanier verlor im Viertelfinale seine weiße Weste gegenGrigor Dimitrovund im achten Vergleich der beiden ein erstes Mal, und dies sogar ziemlich glatt. Der Bulgare hielt den einstigen Weltranglisten-Ersten beim 6:2, 6:4 über weite Strecken klar in Schach. „Baby-Federer“ spielt damit am Samstag gegenMilos Raonic(Kanada/3) um einen Platz im Endspiel. Der Aufschlagriese eliminierte an diesem Tag zuerstMalek Jaziri(Tunesien) mit 6:3, 6:4 und danach auch den SpanierPablo Carreno Bustatrocken mit 6:4, 6:4.

„Es ist einfach stets irgendetwas passiert“

Das Match zwischen Dimitrov und Nadal begann recht kurios, nämlich gleich mit fünf Breaks in Serie, ehe Ersterer seinen Aufschlag nach Abwehr eines Breakchance zuerst zum 4:2 halten konnte und das Doppelbreak zum 5:2 folgen ließ. Im zweiten Satz setzte der Osteuropäer zum Auftakt mit einem Break im ersten Spiel nach, vergab in den nächsten drei Returngames zwar gesamt fünf Breakbälle, doch musste nur noch bei 4:3 zwei gegen sich abwehren und ließ sich den Coup nicht mehr nehmen, seinen immerhin dritten über einen Top-Ten-Vertreter in dieser Saison. „Ich bin mit dem Sieg ziemlich happy – daraus mache ich keinen Hehl“, gab Dimitrov zu. „Ich habe gegen ‚Rafa’ einige Male gespielt. So oft war es knapp, oder ein paar Male habe ich Krämpfe bekommen. Es ist einfach stets irgendetwas passiert.“ Nicht diesmal, „heute habe ich ein exzellentes Match gespielt.“

Murray um zweites Finalticket gegen Ferrer

Zwar las sich auch seine Winner-Eigenfehler-Statistik negativ (14:20), jene von Nadal freilich weitaus mehr (16:32). Dimitrov zeigte sich stolz und erfreut, dass sich die so harte Arbeit jetzt bezahlt mache. Während Nadal nächsten Montag in der Weltrangliste von Platz vier auf sechs zurückfliegen wird, ist Murray in Peking auf Kurs geblieben, der dreimalige Grand-Slam- und zweimalige Olympiasieger setzte sich beim britischen Duell mitKyle Edmundmit 7:6 (7), 6:2 durch – nach der Abwehr eines Satzballs im Tiebreak des ersten Satzes und 0:2-Rückstand im zweiten Durchgang. Der Weltranglisten-Zweite bekommt es nun mitDavid Ferrer(Spanien/5) zu tun, der seinerseits den deutschen TeenagerAlexander Zverevnach 2:21-stündigem Kampfmit 6:7 (4), 6:1, 7:5 eliminierte. Murray weist gegen die frühere Nummer drei in der Welt eine 13:6-Bilanz auf und hat die letzten vier sowie sieben der letzten acht Duelle gewonnen.

Hier die Ergebnisse aus Peking:Einzel,Doppel,Einzel-Qualifikation,Doppel-Qualifikation.

Hier der Spielplan.

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07.10.2016, 16:46 Uhr