Novak Djokovic – „Gratulation an den Schiedsrichter”

Der Weltranglisten-Erste war nicht nur mit dem Resultat des Rom-Endspiels nicht einverstanden.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 16.05.2016, 08:07 Uhr

ROME, ITALY - MAY 15: Novak Djokovic of Serbia in action against Andy Murray of Great Britain during the Mens Singles Final during day eight of The Internazionali BNL d'Italia 2016 on May 15, 2016 in Rome, Italy. (Photo by Matthew Lewis/Getty Images)

Der Stuhlschiedsrichter auf der ATP-Tour mag zwar den besten Platz bei der Beobachtung der Superstars innehaben, der Job bringt allerdings auch Situationen mit sich, die ein ausgeglichenes Gemüt erfordern, das diplomatische Geschick ganz nach oben auf die Anforderungsliste stellen. Damian Steiner etwa, erfahrener Schiedsrichter aus Argentinien, hat der geneigte Beobachter erst vor wenigen Tagen in München mit einem einsamenDominic Thiemauf dem Center Court des MTTC Iphitos gesehen, weil dessen GegnerIvan Dodigeinen plötzlichen medizinischen Notfall suggerierte, der nur auf der Toilette zu lösen war.

Vor den Augen der Tennis-Weltöffentlichkeit durfte Steiner seine Autorität nun am Sonntag im Finale des ATP-Masters-1000-Turniers in Rom messen, mit niemand Geringerem als dem Weltranglisten-ErstenNovak Djokovic. Der war über die Beschaffenheit des Platzes nicht glücklich, forderte eine Unterbrechung, zumal der Wetterbericht Besserung verheißen hatte. „Der Schiedsrichter wusste, dass die Vorhersage gut war“, sagte Djokovic nach dem Match. „Es sollte keinen Regen mehr geben. Für mich gab es keinen Grund, nicht kurz zu unterbrechen.“

Emotionale Treffen

Steiner blieb höflich gegenüber dem Branchenprimus, wiewohl unnachgiebig in der Sache. Zwar wurde der Platz öfter als üblich abgezogen, die Linien geputzt, Unterbrechung wollte der Argentinier im ausverkauften Foro Italico dennoch keine anordnen. Für Djokovic, der sich in Kräftemessen gegen seinen derzeitigen HauptrivalenAndy Murrayohnehin immer besonders emotional zeigt, ein Unding. „Diese Matches sind wichtig für beide Spieler“, sagte der Serbe. „Ich habe meine Schläger geworfen, der ist über die Bande gesprungen. Ich habe sofort eine Verwarnung bekommen. Der Schiedsrichter war richtig heiß heute. Er wollte mir heute wirklich seine Autorität beweisen. Gratulation an ihn.“

von tennisnet.com

Montag
16.05.2016, 08:07 Uhr