ATP Stuttgart: Die Fans bringen die gute Stimmung zurück

Volle Tribünen wird es auch beim MercedesCup 2021 nicht geben. Die auf der Anlage erlaubten Fans vermitteln aber ein schon vergessenes Turniergefühl.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 09.06.2021, 09:53 Uhr

Peter Gojowczyk darf am Mittwoch im Einzel ran
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Peter Gojowczyk darf am Mittwoch im Einzel ran

Von Jens Huiber aus Stuttgart

Nichts Genaues weiß man nicht dieser Tage. Da denkt man sich als Veranstalter des ATP-Tour-250-Turniers in Stuttgart, dass der Termin des MercedesCups wie seit der Umstellung auf Rasen im Jahr 2015 perfekt in den Terminkalender der ATP passt. Und dann verschieben sich die French Open recht nonchalant um eine Woche nach hinten. Und graben somit den Stuttgartern einige potenzielle Spitzenstarter ab. Oder aber: Wenn am Sonntag noch absolute Leere auf den Tribünen vorgeschrieben ist, können ab Beginn der neuen Woche bis zu 500 Besucher auf die Anlage des TC Weißenhof.

Und diese Fans verleihen einem Turnier natürlich einen frischen, fast schon vergessenen Charme. Da ist es am ersten Tag der Hauptfeld-Matches nicht so sehr ins Gewicht gefallen, dass mit Dustin Brown und Rudi Molleker zwei Lokalmatadoren aus dem Tableau gekegelt wurden. Besonders bedauerlich natürlich im Fall von Brown, der auf Rasen immer einen Gang zulegen kann. Nicht so gegen Nikoloz Basilashvili. Den man vielleicht auf dem Zettel in Sachen Turniersieg haben sollte. Auch, weil Stuttgart ziemlich stark in Deutschland verankert ist. Und Basilashvili nicht nur zwei Titel in Hamburg, sondern auch jenen in München geholt hat.

Tommy Haas hat die meiste Arbeit noch vor sich

Und sonst? Ist Tommy Haas seiner Rolle als Turnierbotschafter gewohnt charmant nachgekommen. Eigentlich hat die deutsche Tennislegende um diese Jahreszeit seinen größte Aufgabe schon hinter sich, das Masters-1000-Event von Indian Wells wurde allerdings in den Herbst verschoben, auch eine Novität in der Geschichte der ATP-Tour. Haas wirkt in Kalifornien als Turnierdirektor, trifft so nebenbei die Kugel selbst noch sehr anständig. Das zumindest verraten die sozialen Medien.

Haas, Jahrgang 1978, wird zum Comeback aber nicht mehr ansetzen. Feliciano Lopez dagegen, Jahrgang 1981, hat sich auf den Trainingsplätzen beim TC Weißenhof gebührend auf seine Partie gegen Alexei Popyrin eingestimmt. Lopez muss sich am Mittwoch allerdings gedulden. Sein Match wurde als das vierte des Tages nach 11 Uhr angesetzt, zunächst dürfen etwa Yannick Hanfmann, Peter Gojowczyk oder Dominik Koepfer ran.

Bei der langsam auslaufenden Sandplatzsaison könnte sich da eine ungewollte Abendsession für Feli Lopez anbahnen. Auf Rasen geht dies in der Regel deutlich hurtiger. Auch eine Sache, an die man sich erst einmal wieder gewöhnen muss.

Hier das Einzel-Tableau in Stuttgart

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