17 Turniere, 13x Auftakt-Aus = Platz 35 – Die verrückte Saison des Martin Klizan

Wie man mit, abseits von zwei Turnieren, nur vier ATP-Hauptfeld-Siegen in den Top 35 überwintern kann? Das erfahrt ihr hier.

von Manuel Wachta
zuletzt bearbeitet: 03.12.2016, 00:00 Uhr

Martin Klizan

Zu den konstant starke Ergebnisse auf höchstem Niveau abliefernden Spielern hatte er auch in der Vergangenheit selten gezählt. Das hat sich 2016 wieder sehr deutlich gezeigt. Eine Saison, in welcher Martin Klizan ein ganz besonderes Kunststück zustande gebracht hat. Der Slowake hat nämlich bei 13 seiner insgesamt 17 Starts auf der ATP-Tour Auftaktniederlagen kassiert - und beendet das Jahr dennoch auf dem hervorragenden 35. Platz in der Weltrangliste. Wie das überhaupt möglich ist? Das ist seinen so mächtigen Ausreißern nach oben geschuldet, in einer absolut verrückten Spielzeit.

Mit 2 Top-Ergebnissen alleine Top 50

Denn: So sehr man sich bei Klizan auf seine geringe Konstanz verlassen kann, so kann man es sich auch darauf, dass der Linkshänder nur schwer zu stoppen ist, wenn die Maschine erst mal so richtig ins Laufen gekommen ist und auf seine damit verbundene Finalbilanz. Er gewann in diesem Jahr auch das vierte und fünfte ATP-Endspiel in seiner Karriere und dadurch die ATP-World-Tour-500-Turniere in Rotterdam im Februar und Hamburg im Juli. Diese zwei größten Coups in seiner bisherigen Laufbahn brachten ihm 1000 jener 1230 ATP-Zähler, die er derzeit in der Wertung hat und würden schon alleine zu Rang 46 reichen.

Nur 2 weitere ATP-Turniere mit Erfolgserlebnis

So brauchte Klizan kaum weitere Top-Ergebnisse, um auf eine dermaßen gute Weltranglisten-Position zu kommen, die restlichen Punkten rühren von einem Halbfinale und Achtelfinale bei den ATP-World-Tour-250-Events in Sofia und Umag, dann einem Halb- und Viertelfinale bei den ATP-Challenger-Veranstaltungen in Poprad-Tatry und Prag sowie Auftaktniederlagen bei ATP-Masters-1000-Turnieren. Dies beweist: Man benötigt also nicht zwangsläufig beständige Resultate, um in der erweiterten Weltspitze mitzumischen. Doch will Klizan sein Career High von Rang 24 vom 27. April des Vorjahres steigern, so wird es unweigerlich sehr wohl wieder einen Schritt zu größerer Konstanz hin erfordern.

von Manuel Wachta

Samstag
03.12.2016, 00:00 Uhr