Aufschlag aufs Match – Wer serviert am besten aus?

Dominic Thiem ist ein Meister dieser Prüfung, nur ein Top-10-Spieler ist noch besser...

von Björn Walter
zuletzt bearbeitet: 11.11.2016, 00:00 Uhr

Dominic Thiem, Milos Raonic

Der Arm wird schwer, die Gedanken kreisen - wenn aufs Match serviert wird, setzt bei vielen Tennisspielern das große Nervenflattern ein. Nicht so in der Bel Etage: Die zehn besten Spieler der Welt halten dem Druck in 89 Prozent der Fälle stand. "ATP Beyond The Numbers" fand heraus, dass Dominic Thiem in dieser Situation zu den Spitzenreitern gehört. Österreichs Nummer eins hat 2016 92 Prozent seiner potenziell zum Sieg führenden Aufschlagspiele gewonnen - ansonsten liegt die durchschnittliche Service-Erfolgsquote des Lichtenwörthers "nur" bei 83 Prozent.

Besser als der 23-Jährige ist lediglich Gael Monfils . Der Weltranglisten-Sechste aus Frankreich bringt in 97 Prozent der Fälle seinen Aufschlag durch, wenn er aufs Match serviert. Roger Federer ist zwar seit Montag kein Top-Ten-Spieler mehr, seinen Platz in der Auflistung hat sich der Schweizer aber dennoch redlich verdient. 94 Prozent gewonnener Aufschlagspiele aufs Match machen den "Maestro" zum zweitbesten Spieler in dieser Kategorie.

"New Balls" sind meist kein Vorteil

Eine blütenweiße Weste hat der 17-fache Grand-Slam-Sieger, wenn er in dieser Saison zum Satzgewinn aufschlagen durfte. Innerhalb der fünf untersuchten Szenarien konnte kein weiterer Spieler eine Erfolgsquote von 100 Prozent erzielen. Auch bei der generellen Aufschlaggewinnquote liegt Federer gemeinsam mit Milos Raonic in Front (90 Prozent).

Überraschend: Neue Bälle sind nicht immer ein Vorteil beim Aufschlag. Die Top 10 verlieren damit sogar einen Prozentpunkt (85) im Vergleich zur durchschnittlichen Aufschlaggewinnquote (86). Marin Cilic büßt hier sogar fünf Prozent ein (88/83), während Gael Monfils mit "New Balls" deutlich besser zurechtkommt (84/89). Geht es darum, seinen Aufschlag nach einem Break zu bestätigen, sind Stan Wawrinka(91) und Raonic (95) am erfolgreichsten. Beide untermauern die alte Tennisweisheit: Ein Break ist erst dann ein Break, wenn der Aufschlag im folgenden Spiel durchgebracht wird.

von Björn Walter

Freitag
11.11.2016, 00:00 Uhr