Boris Becker – „Nach ein paar Jahren wird das ein einsamer Platz“

Der 49-jährige Deutsche ist überzeugt von der Renaissance seines Schützlings Novak Djokovic.

von Christian Albrecht Barschel
zuletzt bearbeitet: 05.12.2016, 00:00 Uhr

PARIS, FRANCE - JUNE 05: Champion Novak Djokovic of Serbia clebrates with his coach, Boris Becker following his victory during the Men's Singles final match against Andy Murray of Great Britain on day fifteen of the 2016 French Open at Roland Garros...

Ob Boris Becker auch im Jahr 2017 an der Seite von Novak Djokovic stehen wird und dem zwölfmaligen Grand-Slam-Sieger Kommandos und taktische Weisheiten einflüstern wird, ist noch nicht sicher. Laut Informationen der "Sport Bild" hat Djokovic dem 49-jährigen Deutschen eine weitere Zusammenarbeit bis Ende 2017 angeboten, doch Becker zögert noch mit einer Entscheidung, da er den gestiegenen Einfluss von Pepe Imaz, dem Mentalguru des Serben, nicht gutheißen kann.

Noch kein Ja oder Nein

Im Gespräch mit der "Daily Mail" blickte Becker auf das Jahr seines Schützlings zurück und findet versöhnliche Worte für die leichte Delle nach den French Open. "Das erste Halbjahr war unglaublich erfolgreich. Man kann jeden Sportler verstehen, dass er aus irgendwelchen Gründen müde wird, wenn man konstant alles gewinnt. Das war der Fall bei Novak nach den French Open. Er hat das Recht, andere Interessen zu verfolgen, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Die Leute vergessen, dass es der einzige Weg ist, solchen Erfolg zu erreichen, selbstzentriert und egoistisch zu sein. Aber nach ein paar Jahren wird das ein einsamer Platz."

Becker ist zuversichtlich, dass wir mit Beginn des Jahres 2017 wieder den Djokovic auf dem Platz sehen werden, der in den letzten drei Jahren Titel am Fließband gewinnen konnte. "Ich sage nicht, dass er alles gewinnen wird, aber er wird mehr fokussiert auf Tennis sein als in der zweiten Jahreshälfte. Ich bin überzeugt." Ob Becker nun als Trainer weitermacht? Da gibt sich der "Rote Baron" weiterhin nebulös. "Ich kann nicht Ja oder Nein sagen."

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von Christian Albrecht Barschel

Montag
05.12.2016, 00:00 Uhr