Das letzte Mal, als Roger Federer nicht in den Top 10 stand

Nach über 14 Jahren durchgängiger Mitgliedschaft ist der "Maestro" seit heute kein Top-Ten-Spieler mehr.

von Christian Albrecht Barschel
zuletzt bearbeitet: 07.11.2016, 00:00 Uhr

LONDON, ENGLAND - JULY 07: Roger Federer of Switzerland looks on during practice on day ten of the Wimbledon Lawn Tennis Championships at the All England Lawn Tennis and Croquet Club on July 7, 2016 in London, England. (Photo by Jordan Mansfield/Ge...

Und da ist es passiert: Roger Federer ist nicht mehr Mitglied in den Top Ten. Erstmals seit dem 7. Oktober 2002 gehört der 35-jährige Schweizer nicht mehr zur Bel Etage im Herrentennis. Wegen seines frühen Saisonendes war es nur eine Frage der Zeit, wann Federer aus den Top Ten fällt. Da dem "Maestro" nun die Punkte von Paris-Bercy aus dem Vorjahr sowie bei den ATP World Tour Finals aus der Wertung gefallen sind, rutschte er im ATP-Ranking von Platz 9 auf Position 16 ab.

Schwierige Ausgangslage bei den Australian Open

Seit dem 14. Oktober 2002 gehörte Federer 735 Wochen ununterbrochen den Top Ten an. Den Allzeitrekord von Jimmy Connors hat er wegen seiner Verletzungen verpasst. Der US-Amerikaner verbrachte insgesamt 788 in Folge in den Top Ten, vom 27. August 1973 bis 26. September 1988. Dass Federer noch mal den Sprung in die Top Ten schaffen wird, daran zweifeln sicherlich die wenigsten. Doch für den 17-maligen Grand-Slam-Sieger wird es sehr steiniger Weg zurück. Da er die Saison 2017 beim Hopman Cup in Perth, wo es keine Weltranglistenpunkte gibt, und nicht wie in den letzten Jahren in Brisbane beginnt, fallen ihm nochmals 150 Punkte von der Finalteilnahme aus dem Vorjahr aus der Wertung.

Federer könnte daher mit Beginn der Australian Open aus den Top 20 gefallen sein. In Melbourne hat er ein Halbfinale (720 Punkte) zu verteidigen und wird, da er nicht zu den Top 16 der Setzliste zählen wird, eine schwierige Ausgangslage als üblich haben. Der Schweizer blickt aber optimistisch dieser neuen Situation entgegen. "Ich freue mich auf den Moment und frage mich: Werde ich viel Druck verspüren? Ich bin vor allem aber neugierig, wie die ersten sechs Monate verlaufen werden. Es wird aufgrund meiner Position interessante Konstellationen geben durch die Auslosungen. Schlecht zu spielen, damit hätte ich kein Problem. Ich muss mir Zeit geben. Aber wenn ich so gut wie erhofft trainieren kann, denke ich, dass ich den Anschluss schnell schaffen werde", sagte Federer kürzlich in einem Interview mit dem "Tagesanzeiger"

Was geschah in der Welt, als Roger Federer das letzte Mal nicht in den Top Ten stand?

von Christian Albrecht Barschel

Montag
07.11.2016, 00:00 Uhr