Dominic Thiem – Auch Boris Becker zeigt sich vom Österreicher beeindruckt

Günter Bresnik lässt sich im Gespräch mit der „APA“ auch einiges an Lob für seinen Schützling entlocken.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 04.04.2016, 14:36 Uhr

ATP - Günter Bresnik und Dominic Thiem

Auch wenn man Günter Bresnik „nur“ aus dem Fernsehen oder aus Zeitungsinterviews kennt, eines kann man getrost über den Starcoach sagen: Sorgen, dass der Österreicher seine Schützlinge mit zu viel Lob versorgt, muss man sich wirklich zu keiner Zeit machen. Der 54-Jährige wählt seine Worte stets mit Bedacht, und das ist auch gut so. Umso erfreulicher und erstaunlicher ist, dass sich der gebürtige Wiener nach den Auftritten vonDominic Thiemin Indian Wells und Miami regelrecht zu verhältnismäßigen Begeisterungsstürmen hinreißen ließ. In einem Gespräch mit der „Austria Presse AgenturAPA“ zeigte sich der Trainer besondersüber das Match gegen Novak Djokovic im Achtelfinale der Miami Openausnehmend positiv.

SMS von Boris Becker nach dem Achtelfinale

„Gegen Djokovic war es schon beeindruckend. Wie er den teilweise an die Wand gespielt hat, auch wenn es sicherlich enttäuschend war, dass er nicht mehr daraus machen konnte“, resümierte Bresnik. „Auch was Djokovic auf dem Platz, aber auch in der Umkleide gesagt hat, war für mich schon ein Indiz, dass er halt wirklich schätzt, wie gut der spielt.“ Letzten Endes waren die Partien gegen den 22-Jährigen Lichtenwörther im Achtelfinale und dasSemifinale gegen den Belgier David Goffinmit Sicherheit die intensivsten Begegnungen, die der „Djoker“ auf dem Weg zum 28. ATP-Masters-1000-Titel zu spielen hatte.

Auch Boris Becker zollte dem jungen Niederösterreicher Respekt, hatte sich der ehemalige Wimbledon-Champion doch per SMS an Thiems Trainer gewandt: „Er hat gemeint, dass der Unterschied viel geringer ist als im ersten Duell und Djokovic froh sein musste, dass das Match in zwei Sätzen vorbei war.“ Bresnik, ebenso ehemaliger Coach des deutschen Ex-Profis, ging sogar noch weiter: „Die Art und Weise, wie er sein Spiel entwickelt – es gibt keinen Grund, warum das abbrechen sollte. Das druckvolle Spiel, das er hat, hat meines Erachtens niemand. Die Vorhand ist sehr schnell und druckvoll, bei der Rückhand ist es das Gleiche, und dazu hat er da einen sehr guten Slice.“

15 Sandplatz-Partien bis zu den French Open

Djokovic meinte laut Bresnik nach dem Match: „Es gibt keinen, der so schnell spielt, wie der.“ Große Geheimnisse gäbe es aber keine: „Eine Stärke ist der enorme Drall in ungewohnter Schlaghöhe. Je besser er wird, umso wichtiger wird die Spieleröffnung, der jeweils erste Punkt.“ Thiem geht in weiterer Folge bei den europäischen Sandplatz-Turnieren ans Werk – und sein Coach hat für Österreichs Nummer eins schon einiges vor: „Ich will, dass er bis Paris 15 Sand-Partien in den Beinen hat.“

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Montag
04.04.2016, 14:36 Uhr