Gael Monfils – Spaß weg, Karriere aus

Der Franzose lebt aber nicht nur von seinen positiven Emotionen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 31.07.2016, 09:12 Uhr

TORONTO, ON - JULY 29: Gael Monfils of France celebrates a point against Milos Raonic of Canada during Day 5 of the Rogers Cup at the Aviva Centre on July 29, 2016 in Toronto, Ontario, Canada. (Photo by Vaughn Ridley/Getty Images)

Als Kollateralschaden der Dominanz vonNovak Djokovicwährend der letzten Jahre lässt sich festhalten: So gewinnend die Persönlichkeit des serbischen Branchenprimus auch außerhalb des Courts als Botschafter des Tennissports ist, enorm viel Spaß erfahren seine Gegner auf dem Platz nicht. Das mag dem einen oder anderen Kollegen emotional gleichgültig sein, schließlich gibt es für eine freudlos erlittene Niederlage gleich viele ATP-Punkte wie für ein enthusiastisches Zweisatz-Debakel. Spieler wieGael Monfils,Nick KyrgiosoderDustin Brownleben aber auch und vor allem von den Emotionen, den eigenen und jenen vom Publikum transportierten.

Der Franzose hat sich also am Samstagabend in Toronto von Djokovic verarzten lassen, nach dem nunmehr zwölften Match der beiden gegeneinander wartet Monfils nach wie vor auf den ersten Sieg. Im aktuellen Fall mag eine Rolle gespielt haben, dass der 29-jährige gebürtige Pariser den Strapazen der Turnierwochen in Washington, D.C., und eben Toronto Tribut zollen musste. Nach der verletzungsbedingten Absage von Roland Garros und einem eher bescheidenen Auftritt in Wimbledon (Erstrunden-Aus gegen LandsmannJeremy Chardy) ist die Laune von Monfils aber wieder deutlich besser geworden.

Lebenslektionen

„Ich glaube, ich habe Spaß. Ich habe immer Spaß“, erklärte Monfils in Toronto, allerdings noch unter dem Eindruck seines Erfolges gegen LokalmatadorMilos Raonic. „Und wenn ich eines Tages keinen Spaß mehr habe, dann werde ich meine Karriere sofort beenden.“ Schließlich wolle er sich treu bleiben. Sein Spiel hätte sich dennoch weiterentwickelt. „Vielleicht bin ich auch insgesamt stärker geworden. Es ist manchmal nicht leicht, aber mit den verschiedenen Coaches, all den Dingen, die sonst im Leben passieren, das hilft einem am Ende.“

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Sonntag
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