Ist Andy Murray einfach fix und fertig?

Britische Tennisexperten sorgen sich um ihren Superstar.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 03.04.2016, 07:22 Uhr

KEY BISCAYNE, FL - MARCH 22: Andy Murray of Great Brittain talks to members of the media during Day 2 of the Miami Open presented by Itau at Crandon Park Tennis Center on March 22, 2016 in Key Biscayne, Florida. (Photo by Mike Ehrmann/Getty Images)

Zugegeben:Grigor Dimitrovzählt nicht zu den Lieblingsgegnern vonAndy Murray, auch wenn Letzterer die Bilanz in den direkten Duellen auch nach seiner Niederlage beim ATP-Masters-1000-Turnier in Miami noch mit 6:3-Siegen anführt. Beobachter gerade auch dieses Matches in Florida kommen aber offenbar nicht um den Eindruck herum, dass mit der Nummer zwei der Tenniswelt im Moment etwas nicht stimmt. „Mir kommt er ganz allgemein komplett ausgelaugt vor“, sagte die ehemalige britische Nummer eins und TV-Expertin Annabel Croft dem Sender „Sky Sports News HQ“. Mehr als 50 unerzwungene Fehler legte der Davis-Cup-Champion von 2015 im Match gegen Dimitrov hin, und nur die wenigsten blieben unkommentiert. Von ihm selbst.

Tatsächlich konnte Murray nach seinem Finaleinzug bei den Australian Open in diesem Jahr nur noch von wenigen Erfolgserlebnissen zehren – zwei davon verbuchte der Schotte im Davis Cup gegen Japan. Und der Kapitän des britischen Teams, Leon Smith, ist auch einer derjenigen, die keinen Stab über den Olympiasieger von 2012 brechen wollen. „Es passiert gerade so viel in Andys Leben“, so Smith. „Und es gibt so etwas wie einen Schneeballeffekt.“ Nach dem Davis-Cup-Triumph gegen Ende letzten Jahres habe Murray kaum Zeit zur Regenration gehabt, nach dem Finale in Melbourne ist er Vater geworden. „Er hat einfach zu wenig Pausen gehabt. Ein Kind zu bekommen, kann man sicherlich keine Pause nennen. Es hat viele Veränderungen gegeben – und es wird einige Zeit dauern, bis sich Andy anpassen kann.“

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Sonntag
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