Kei Nishikori glaubt an die Position als erster Verfolger

Der Weltranglisten-Fünfte hat Rang drei, hinter den beiden Dominatoren Andy Murray und Novak Djokovic, im Visier.

von Manuel Wachta
zuletzt bearbeitet: 23.11.2016, 00:00 Uhr

LONDON, ENGLAND - NOVEMBER 16: Kei Nishikori of Japan makes his way out onto court prior to his mens singles match against Andy Murray of Great Britain on day four of the ATP World Tour Finals at O2 Arena on November 16, 2016 in London, England. (P...

Mit dem Auftakterfolg beim ATP-Masters-1000-Turnier in Paris-Bercy hatte er den 300. Sieg seiner Laufbahn gefeiert (ATP-Hauptfeld- bzw. Davis-Cup-Matches werden gezählt). Bei den ATP World Tour Finals in London ist es für Kei Nishikori dann jedoch bloß bedingt glücklich gelaufen. Zwar reichte dem Japaner das 6:2, 6:3 zum Beginn gegen Stan Wawrinka (Schweiz) letztlich, um sich in seiner Gruppe fürs Halbfinale zu qualifizieren. Aber bei seinen Drei-Satz-Niederlagen gegen den späteren Gewinner Andy Murray (Großbritannien) - die Partie dauerte unglaubliche 3:20 Stunden, das bis zum Semifinal-Tag längste Masters-Match der Geschichte - und gegen Marin Cilic (Kroatien) ließ der 26-Jährige dermaßen viel Kraft, sodass im Kampf ums Endspiel kaum noch eine übrig war.

Trotz des abschließenden 1:6, 1:6 gegen Novak Djokovic (Serbien) konnte Nishikori in diesen Tagen allerdings ein positives Resümee ziehen. Und optimistisch in die Zukunft blicken: "Ein Jahr, in dem ich die meisten Matches gewonnen habe, trägt eine gewisse Bedeutung, aber was wichtig ist, das ist, wie viele Matches ich denn bei den großen Turnieren gewinnen kann. Von den Ergebnissen her war es mein bis dato bestes Jahr. Ich habe gegen die Top-Ten-Spieler gut gespielt und gegen Leute wie Nadal und Murray gewonnen, die ich davor noch nicht schlagen konnte. Ich bin zuversichtlich, dass ich die Möglichkeiten besitze, im Kampf um Platz drei ein Wörtchen mitzureden." Über Rang vier im ATP-Ranking ist Asiens bester Spieler aller Zeiten bis jetzt noch nicht hinausgekommen.

"Ich muss umsichtiger werden"

Beim Saisonfinale in der O2-Arena wäre die angepeilte dritte Position für Nishikori bei einem besseren Abschneiden schon in Reichweite gewesen, damit sollte es vorerst jedoch noch nicht klappen - ihm sei jedenfalls bewusst, wo es vermehrt anzusetzen gelte: "Ich muss umsichtiger werden, wenn es darum geht, mich zu entscheiden, auf welche Punkte in einer Partie ich mich ganz besonders fokussiere. Und ich muss einen Weg finden, um sicherzustellen, wie ich mehr Breakbälle verwerte. Das benötige ich im Moment am meisten", denn von seinem Spiel selbst sehe er reichliche Fortschritte: "Mein Tennis wird beständiger. Und ich mache mit steigendem Alter weniger Fehler. Ich hoffe, dass ich darauf Schritt für Schritt aufbauen kann."

von Manuel Wachta

Mittwoch
23.11.2016, 00:00 Uhr