Magnus Norman – „Stan fehlt es noch immer an Konstanz für ganz oben“

Der Schwede erklärt, warum die Suche nach mehr Balance in Wawrinkas Spiel auch Gefahren birgt.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 16.09.2016, 12:17 Uhr

Australian Open 2014, Melbourne Park,ITF Grand Slam Tennis Tournament, Stanislas Wawrinka (SUI) Trainer Magnus Norman sitzt in der Spielerloge, Einzelbild,Halbkoerper,Hochformat,Portrait,coach,

„Ich kann unglaublich spielen, ich kann Grand Slams gewinnen, aber ich spiele nicht gut genug während des Jahres“, antworteteStan Wawrinkaneulich auf die Frage,ob er die Nummer eins werden kann. Dieser Ansicht ist auch sein Trainer Magnus Norman, der in einem Interview mit der „Neuen Zürcher Zeitung“ sagte, dass Wawrinka zwar einer der wenigen sei, „der an einem guten TagDjokovicvom Platz schießen kann“ – dennoch fehle ihm eine entscheidende Komponente: „Den Schlüssel zur Konstanz haben wir noch nicht gefunden. Wenn Stan Djokovic oderMurraykonstant herausfordern will, braucht er etwas mehr Marge.“ Der Schwede weiß, dass sein Schützling jeden Spieler schlagen kann, wenn es im Kopf stimmt. Allerdings läuft Wawrinka auch immer wieder Gefahr gegen vermeintlich klare Außenseiter früh zu verlieren.

DerTriumphzug in New Yorkwäre für „Stan, the man“ beinahe in der dritten Runde jäh beendet worden, als sich der Weltranglisten-Dritte nur mit Müh und Not gegen den BritenDaniel Evansdurchsetzen konnte und dabei sogar einen Matchball abwehren musste. Norman weiß, dass der dreifache Grand-Slam-Sieger stets einen Drahtseilakt zwischen Konstanz und Risiko zu bewältigen hat. Das Streben nach mehr Stetigkeit sei allerdings auch mit Gefahren verbunden. „Wenn wir mehr Konstanz wollen, müssen wir aufpassen, dass wir Stan nicht die Fähigkeit und den Willen wegnehmen, das Risiko und die Linien zu suchen“, unterstrich der 40-Jährige. Wawrinkas Stärke sei also Fluch und Segen zugleich. Es erscheint daher fraglich, ob der Schweizer jenseits der 30 noch einmal eine Entwicklung zu mehr Konstanz machen kann. Offenbar fühlt sich der 31-jährige Romand in seiner Rolle als Gelegenheitsdominator sichtlich wohl und ist sich seiner Schwäche voll bewusst.

von tennisnet.com

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16.09.2016, 12:17 Uhr