Muss Andy Murray im Herbst kürzer treten?

Der Olympiasieger fühlt sich nach dem Davis-Cup-Wochenende nicht in bester Verfassung.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 19.09.2016, 06:42 Uhr

GLASGOW, SCOTLAND - SEPTEMBER 18: Andy Murray of Great Britain receives treatment on court for an injury during his singles match against Guido Pella of Argentina during day three of the Davis Cup semi final between Great Britain and Argentina at Em...

Diesen Termin hätteAndy Murraysicher gerne wahrgenommen: das Davis-Cup-Finale vom 25. bis 27. November 2016 – in dem sich nun aber Kroatien und Argentinien gegenüberstehen. Murray selbst hätte dies verhindern können, verhindern sollen, aber seine Fünfsatz-Niederlage gegenJuan Martin del Potroam Freitag läutete das Ende des britischen Traums von der Verteidigung des wichtigsten Mannschaftstitels im Tennissport ein. Der glatte Erfolg des Olympiasiegers gegenGuido Pellaam Sonntag fällt in die Kategorie „Pflichtprogramm“, auch wenn der Sieg nicht im Vollbesitz seiner Kräfte erreicht wurde.

„Ich habe in diesem Sommer wahnsinnig viel Tennis gespielt“, erklärte Murray unmittelbar nach Matchende – da noch in der Hoffnung, dassDaniel Evansden entscheidenden dritten Punkt gegen Leonardo Mayer holen würde. Und schon im Wissen, dass sein Körper dringend eine Pause braucht: beim Stand von 1:2 im dritten Satz musste Murray eine Verletzungsauszeit nehmen, mehr als neun Minuten dauerte die Behandlung in der Kabine, nachdem sich der Schotte mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Leiste gegriffen hatte.

Viele harte Partien

Je nach Definition des Sommerbeginns hat der Weltranglisten-Zweite tatsächlich jede Menge Partien in den Knochen, beginnend mit sieben Matches in Paris, wo Murray im EndspielNovak Djokovicunterlegen war. Einem Dutzend Siege auf Rasen folgte eine kleinere Pause, das ATP-Masters-1000-Event in Toronto ließ der Kanada-Spezialist diesmal aus. Dann aber folgte der Hardcourt-Swing mit Auftritten in Rio de Janeiro, Cincinnati und bei den US Open mit noch einmal 16 Einzel-Begegnungen unter größtenteils schwierigen Bedingungen.

Das Aus gegenKei Nishikoriin New York könnte indes ebenfalls Auswirkungen auf die restliche Saisonplanung von Andy Murray haben: Die kleine Chance, Novak Djokovic am Ende des Jahres als Branchenbester zu überholen, hat sich mit der Viertelfinal-Niederlage in Flushing Meadows jedenfalls noch einmal deutlich verringert. Dass sich Murray nun eine Pause gönnen muss, scheint auf der Hand zu liegen. Die Frage, die sich Turnierveranstalter, die die Dienste des amtierenden Wimbledon-Champions gebucht haben, stellen werden, ist lediglich: wann?

von tennisnet.com

Montag
19.09.2016, 06:42 Uhr