Rafael Nadal – „Gewinnen macht dich müde“

Der „Matador“ glaubt, dass die Abnutzungserscheinungen bei Novak Djokovic durch viele Siege zunehmen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 06.04.2016, 12:33 Uhr

INDIAN WELLS, CA - MARCH 19: Rafael Nadal of Spain in action in his match against Novak Djokovic of Serbia in the semi finals during day thirteen of the BNP Paribas Open at Indian Wells Tennis Garden on March 19, 2016 in Indian Wells, California. (...

Rafael Nadalwird nach nahezu jedem Turnier mit Zwischenbilanzen, Analysen und Reflektionen seiner Form konfrontiert. Was vermutlich ein normaler Reflex der immer schnelllebigeren Zeit ist. Vor der europäischen Sandplatz-Saison – der wichtigsten Periode des Sportjahres für den Mann aus Manacor – sei ein Zwischenzeugnis des ersten Quartals 2016 aber zulässig. So dachte zumindest der spanische TV-Sender „Canal+“ und sprach mit „Rafa“ über dessen Saisonverlauf. Grundsätzlich sei dieser mit seinen gezeigten Leistungen zufrieden, „auch wenn einige bittere Niederlagen dabei waren.“So unterlag Nadal bereits in der ersten Runde der Australian Open seinem Landsmann Fernando Verdasco in fünf Sätzen.„Ich hatte Selbstvertrauen, bekam aber nicht das erwünschte Ergebnis dafür. Die Niederlage in Australien war hart, da ich mich bereit fühlte“, gab die ehemalige Nummer eins der Welt zu Protokoll.

Im Vergleich zum Vorjahr fühlt sich der 14-fache Grand-Slam-Sieger aber wieder deutlich wohler auf dem Tennisplatz: „Ich habe keine Angst mehr und bin wieder glücklich auf den Platz. Einige Matches habe ich zwar verloren, die ich hätte gewinnen können, dennoch genieße ich nun wieder die Trainingseinheiten und Wettkämpfe.“ Zuletzt bestätigte Nadal diese Aufwärtstendenz beim ATP-Masters-1000-Turnier in Indian Wells.Gegen Seriensieger Novak Djokovic spielte der Spanier im Halbfinale lange auf Augenhöhe, bevor er schlussendlich doch in zwei Sätzen unterlegen war.Nach sechs Niederlagen in Serie gegen den Branchenprimus glaubt der 29-Jährige aber weiter an seine Chance: „Ich denke, ich kann mich mit ihm messen, auch wenn Novak auf einem höheren Level spielt als alle anderen.“ Im permanenten Gewinnen sieht Nadal aber auch eine Chance, dass Djokovic irgendwann nachlässt. „Die vielen Wettkampf-Jahre und die vielen Siege machen dich müde“, betonte der „Matador“ und spricht wohl auch aus eigener Erfahrung. Immerhin gewann er binnen zehn Jahren neun Mal die French Open.Bevor ihn im Vorjahr eben jener Djokovic auf dem Weg zum zehnten Titel stoppte.

von tennisnet.com

Mittwoch
06.04.2016, 12:33 Uhr