Rafael Nadals Handgelenk braucht noch Zeit

In Cincinnati zollte „Rafa“ den Olympia-Strapazen einigen Tribut.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 20.08.2016, 08:21 Uhr

MASON, OH - AUGUST 16: Rafael Nadal of Spain speaks to the media on Day 4 of the Western & Southern Open at the Lindner Family Tennis Center on August 16, 2016 in Mason, Ohio. (Photo by Joe Robbins/Getty Images)

Der Auftritt vonRafael Nadalbei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro – beinahe eine Sensation, wenn man an die Vorgeschichte denkt. Seit seiner Aufgabe bei den French Open Ende Mai war Nadal schließlich verletzungsbedingt zum Zuschauen und zur Schonung seines linken Handgelenks verdammt gewesen.

Wegen Olympia gab's keine andere Möglichkeit

Dass es nach Olympia-Gold im Doppel und dem vierten Platz im Einzel – und beinahe noch einem Auftritt im Mixed –in Cincinnati nun im Achtelfinale gegen Borna Coric eine 1:6, 3:6-Niederlage setzte, war für Nadal insofern kein allzu großes Wunder. „Der Arm hat sich müde angefühlt. Der Ellenbogen, die Schulter. Zweieinhalb Monate ohne Wettkampf und ohne Training, und dann das zu tun, was ich bei den Olympischen Spielen getan habe, dann hierher zu kommen, unterschiedliche Bälle zu spielen... das war zu viel“, so Nadal auf die Frage, ob es einen speziellen Grund dafür gab, dass er zum Ende des ersten Satzes den Physio auf den Platz holen ließ.

„Normalerweise kommt man etwas langsamer zurück“, so Nadal weiter, aber Rio, wo er unbedingt spielen wollte, habe ihm keine Chance gelassen. „Jetzt zahle ich dafür. Es war etwas zu viel und mein Körper war am Limit, als Rio zu Ende war.“

Handgelenk muss sich wieder gewöhnen

Mit dem angeschlagenen Handgelenk selbst sei es dasselbe wie vorher. „Es plagt mich noch, aber das ist ein Prozess, den ich überstehen muss. Mehr Pause fürs Handgelenk würde die Sache nicht besser machen. Es muss sich wieder ans Spiel gewöhnen. Daran, den Ball zu schlagen.“

Die einzig negative Sache sei eigentlich, so Nadal, „dass ich in der einen Woche fast noch nicht trainieren konnte, dann aber 23 Stunden in sieben Tagen gespielt habe“. Die gute Sache sei, dass sich die Probleme am Handgelenk dadurch nicht verschlimmert hätten. „Aber sie haben sich auch nicht verbessert.“

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