Was Doppel so einzigartig macht

Vier Weltklasse-Doppelspieler erzählen in einem Video für „ATP World Tour Uncovered“, worauf es in ihrer Disziplin wirklich ankommt.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 11.05.2016, 10:48 Uhr

MADRID, SPAIN - MAY 07: Jean-Julien Rojer of the Netherlands and Horia Tecau of Romania in action against Pierre-Hugues Herbert and Nicolas Mahut of France in their doubles semi final match during day eight of the Mutua Madrid Open tennis tournament...

Einzel, Einzel und noch mehr Einzel – wer den Fernseher oder Stream anschaltet, um Tennis zu schauen, bekommt meist die volle Dröhnung der beliebtesten Teildisziplin. Dass der Sport aber noch viel mehr zu bieten hat, geht dabei leider meist unter. Einschaltquoten hin oder her – Doppel ist eine Spielart, die oft unterschätzt wird und zu unrecht ein Schattendasein fristet. Vielleicht fehlt vielen Zuschauern auch nur die Vorstellung, wie aufregend es im Duell zwei gegen zwei zugehen kann – viele Bilder laufen ja nicht über die Mattscheibe. Was ist also das Besondere am Doppel?

Vier der besten Spieler ihres Fachs antworten auf diese Frage in einem Video für „ATP World Tour Uncovered“ und machen Werbung für ihren Sport. „Bei uns passiert vieles, was du im Einzel nicht siehst – großartige Reflexe, schnelle, abwechslungsreiche Ballwechsel und sehr viele ,Pressure Points’“, sagtJamie Murray, aktuelle Nummer vier und ehemalige Nummer eins der Doppel-Weltrangliste. Dessen StammpartnerBruno Soaresfügt an: „Die Leute glauben nicht, wie schnell das Spiel ist. Wir haben oft kaum Zeit, zu reagieren – so rasant geht es im Einzel nicht zu.“

Rohan Bopanna sieht seinen Doppelpartner mehr als seine Frau

Der 34-jährige Brasilianer weiß auch, wie wichtig ein funktionierendes Gespann ist. Die Chemie müsse nicht nur auf dem Platz stimmen, sondern auch außerhalb.Horacio Tecau, frisch gekürter Doppel-Champion in Madrid mitJean-Julien Rojer, könnte sich auch vorstellen, mit einem Partner zu spielen, mit dem er sich nicht blendend versteht – Hauptsache die Resultate stimmen. Doch auf lange Sicht sei das nichts, schränkt der Rumäne ein: „Gewinnen ist schön, es zu genießen ist aber genauso wichtig.“ Diese Einstellung vertritt auchRohan Bopanna. Denn der Weltranglisten-13. aus Indien „verbringt mit seinem Doppelpartner(Anmerkung; zuletzt meist Florin Mergea)oft mehr Zeit als mit seiner Frau.“ Worauf es sonst noch alles im Doppel ankommt, seht ihr hier im Video. Vielleicht gewinnen diese Ausnahmekönner so den einen oder anderen Fan hinzu – verdient hätten sie es allemal.

von tennisnet.com

Mittwoch
11.05.2016, 10:48 Uhr