Was Taylor Fritz bereits jetzt von anderen Youngsters unterscheidet

Die spielerischen Stärken und Schwächen im Spiel des jungen US-Amerikaners.

von Marco Kühn
zuletzt bearbeitet: 31.03.2016, 00:00 Uhr

Taylor Fritz - ATP-Tour

Taylor Fritz besitzt eine große Waffe: Er weiß seine Vorhand exzellent einzusetzen - speziell in Kombination mit seinem ersten Aufschlag. Der junge US-Amerikaner strahlt auf dem Platz Ruhe und Zuversicht aus. Er scheint um seine Stärken zu wissen., ebenso wie um seine Schwächen. Einen Matchplan zu haben, bedeutet, seine Stärken gezielt einzusetzen. Sich Möglichkeiten zu erarbeiten, diesen Plan auf den Platz zu bringen. Taylor Fritz schlägt gut auf. Weil er dabei sehr variabel ist. Oft nutzt er auf der Einstand-Seite den Aufschlag mit Slice nach außen. Der Platz öffnet sich für ihn. Seine starke Vorhand kann sich anschließend austoben und für Unruhe sorgen.

Bewegt sich der Gegner von der Grundlinie weg, nach hinten, kann Fritz den Ballwechsel mit seiner Vorhand dirigieren und den Punkt zu Ende spielen. Diesen Matchplan kann er bereits in jungen Jahren konstant in einem Match durchspielen. Dies unterscheidet ihn von vielen anderen Spielern in seinem Alter. Die Konstanz des eigenen Spiels während eines Matches.

Hektik kommt auf

Sieht man Taylor Fritz zum ersten Mal spielen, stellt sich unweigerlich eine Frage: Wirft er den Ball beim Aufschlag nicht viel zu flach? Sein Bewegungsablauf beginnt ruhig. Sobald aber der Ball seine linke Hand Richtung Ballwurf verlässt, kommt Unruhe auf. Seine Bewegungen werden schnell - beinahe hektisch. Als wolle er sich selbst keinerlei Zeit für seinen Aufschlag geben. Dadurch, dass der zweite Teil seiner Aufschlagbewegung so rasant wie eine Achterbahnfahrt daherkommt, hat der Gegner wenig Zeit seinen Aufschlag zu lesen. Wie ein Buch, welches man kurz öffnet - und wieder zuschlägt.

von Marco Kühn

Donnerstag
31.03.2016, 00:00 Uhr