Wie ein Zufall die Karriere von Andrey Kuznetsov rettete

Die russische Nummer eins hätte wegen einer komplizierten Hüftverletzung beinahe auf seine Profilaufbahn verzichten müssen, doch eine TV-Show sollte alles ändern...

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 14.10.2016, 11:35 Uhr

MELBOURNE, AUSTRALIA - JANUARY 19: Andrey Kuznetsov of Russia plays a forehand in his first round match against Ryan Harrison of the United States during day two of the 2016 Australian Open at Melbourne Park on January 19, 2016 in Melbourne, Austral...

Andrey Kuznetsoverlebt gerade die beste Phase seiner Karriere. Der 25-jährige Russe steht momentan auf Platz 42 der Weltrangliste und tauchte im Frühjahr sogar kurzzeitig unter den Top 40 auf. Dass sein Aufstieg in die erweiterte Weltspitze nicht nur an vereinzelten Top-Ergebnissen festzumachen ist, zeigt ein Blick auf die Saisonbilanz des Mannes aus Tula. Kuznetsov dokumentierte seine Konstanz mit Achtelfinalteilnahmen in Melbourne und Miami sowie dem Einzug in die dritte Runde bei den „Majors“ in London und New York. Gegen die Elite zog der schlagstarke Rechtshänder zumeist noch den Kürzeren. Nicht so bei den Miami Open, wo ihm ein Sieg gegen die damalige Nummer vier der Welt,Stan Wawrinka, gelang. Doch damit will sich der ehemalige Junioren-Wimbledonsieger (2009) längst noch nicht zufrieden geben – die Top 30 seien das erklärte Jahresziel.

Der Wunderheiler aus dem Fernsehen

Dass die ehemalige Nummer 39 der Welt überhaupt in diese Sphären vorstoßen konnte, gleicht einem kleinen medizinischen Wunder. Eine komplizierte Hüftverletzung hätte beinahe alle Träume platzen lassen. „Im Alter von 15, 16 spürte ich Schmerzen in der Hüfte“, erzählt Kuznetsov in der Serie „ATP World Tour Uncovered“. Die Infektion, die ihn schon seit Kindertagen plagte, konnte erfolgreich bekämpft werden – dennoch blieben die Probleme: „Die Ärzte fanden keine Lösung und sagten mir, dass ich eine Profilaufbahn vergessen könne.“ Doch ein glücklicher Umstand sollte die entscheidende Wendung bringen. In einer russischen TV-Show traf das Talent zufällig auf einen Mediziner, dessen alternative Ansätze zur Heilung beitragen konnten.

Mit gezieltem Muskelaufbau zur Hüftstabilisation erzielte Kuznetsov nach einigen Monaten erste positive Effekte – der Traum vom Profitennis lebte wieder: „Die Hüftschmerzen sind zwar auch jetzt nicht komplett weg, dennoch funktioniert es. Ich werde bis zum Karriereende mit meinem Arzt zusammenarbeiten.“ Sein deutsches Betreuerteam um Coach Burkard Riehemann und Physiotherpeut Norman Büchter lobt vor allem die Hingabe ihres Schützlings. „Entweder du willst oder du willst nicht – und Andrey will. Er liebt Tennis und  möchte jeden Tag dazulernen“, unterstreicht Büchter. Harte Arbeit und der Glaube daran, dass alles gut wird, seien für Kuznetsov entscheident gewesen. Im folgenden Video seht ihr den Mann, ohne dessen Hilfe es wahrscheinlich nie dazu gekommen wäre.

von tennisnet.com

Freitag
14.10.2016, 11:35 Uhr