Das sagt Günter Bresnik über Dominic Thiems Gruppengegner

So beurteilt der Headcoach und Manager von Österreichs Youngster alle Rivalen seines Schützlings in London.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 12.11.2016, 02:08 Uhr

Dominic Thiem - Günter Bresnik - ATP-Tour

„Die Tatsache, dass er gegen diese Spieler spielen kann und wird, ist super“: Große Vorfreude herrscht bei Günter Bresnik und seinem SchützlingDominic Thiem, vor dessen Debüt bei den ATP World Tour Finals in London. „Seit Jahren sage ich, wie wichtig es ist, dass er so oft wie möglich gegen gute Spieler spielt – und jetzt wird er das hier drei Mal in fünf Tagen tun.“ Los geht’s für den jungen Niederösterreicher in der mächtigen O2-Arena am Sonntag um nicht vor 15:00 Uhr MEZ gegen den Sieger der letzten vier Jahre, den vor kurzem noch Weltranglisten-ErstenNovak Djokovicaus Serbien. Am Dienstag und am Donnerstag stehen dann die Partien gegenMilos Raonic(Kanada/4) undGael Monfils(Frankreich/6) auf seinem Programm, nach erst festzulegender Reihenfolge.

Doch was sagt Thiems Headcoach und Manager in Personalunion, Bresnik, einer der weltweit anerkanntesten Fachmänner, eigentlich zu Thiems Gegnern in der Gruppenphase des Masters? Hier die Einschätzungen des 55-Jährigen beim tennisnet.com-Exklusivinterview zu Djokovic, Raonic und Monfils.

Novak Djokovic:„Er ist der dominante Spieler der letzten drei Jahre. Dominic hat bisher drei Mal gegen ihn gespielt und drei Mal verloren, in zwei von drei Duellen aber meines Erachtens gute Figur gemacht, diese waren ebenso auf Hartplatz. Es ist sicher so, dass Dominic, was die spielerische Qualität angelangt, ein schönes Stück von einem Djokovic entfernt ist. Das ist ein Mordsspieler, ein ganz Großer. Er returniert sehr gut, ist ein zu wenig geschätzter Aufschläger – er serviert vielleicht nicht so hart, aber ungemein präzise und gut.“

Auf die Frage, ob Thiem der Spielertyp Djokovic prinzipiell liege:„Wem liegt Djokovic? Der liegt niemandem. Er verliert drei bis vier Matches im Jahr. Nicht umsonst hat er den Karriere-Grand-Slam geschafft. Von liegen kann man da nicht reden. Er ist nur vielleicht nicht ganz so unangenehm wie Raonic.“

Milos Raonic:„Er spielt nicht Tennis, so wie etwa einst einAndre Agassi, einRoger Federerund viele weitere, er zerstört es. Es gibt keine Ballwechsel, man kommt über eine längere Zeit hinweg nicht in einen Spielfluss hinein und hat über längere Strecken nichts mit dem Spiel zu tun. Man kommt so auch kaum in Verlegenheit, etwas falsch oder richtig zu machen. Er ist für alle Spieler und den Sport unangenehm. Man kann ihm aber natürlich nicht vorwerfen, dass er dermaßen gut serviert.“

Auf die Frage, ob Thiem der Spielertyp Raonic prinzipiell liege:„Gegen so einen mächtigen Aufschläger möchten wohl die ganzen Spieler nicht spielen, und auch Dominic nicht. Das ist wie beschrieben extrem unangenehm.“

Gael Monfils:„Er schießt einen immerhin nicht brutal vom Platz. Es kann sein, dass es gegen ihn schöne, interessante Ballwechsel gibt. Er ist extrem schnell, wohl der schnellste und beste Athlet auf der Tour. Er kann schnell servieren und hat dieses Jahr auch auf Hardcourt wirklich starke Ergebnisse erzielt, in Washington gewonnen, bei den US Open das Halbfinale erreicht. Er hatte auf Hartplatz natürlich auch vorher schon gute Resultate, aber jetzt ist er auch hier ein echt harter Brocken.“

Auf die Frage, ob Thiem der Spielertyp Monfils prinzipiell liege:„Vom Spiel her sehe ich das so: Wenn Monfils nicht überragend serviert und nicht zu viele Freipunkte erzielt, dann könnte für Dominic hier vielleicht am meisten etwas drinnen sein.“

von tennisnet.com

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