Ivan Lendl und Andy Murray – Viel arbeiten, wenig plaudern

Die Tennis-Legende ist erstmals seit den US Open wieder an der seite der Nummer Eins der Welt.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 14.11.2016, 00:00 Uhr

LONDON, ENGLAND - NOVEMBER 11: Andy Murray of Great Britain in a practice session with coach Ivan Lendl during previews for the Barclays ATP World Tour Finals at O2 Arena on November 11, 2016 in London, England. (Photo by Julian Finney/Getty Images)

Bei den Erste Bank Open in Wien hatte es Andy Murray schon angekündigt, nun ist Ivan Lendl tatsächlich in London gelandet und hat sich sofort in die Arbeit mit seinem Teilzeit-Schützling gestürzt. Keine Zeit für lange Reden, die der ehemaligen Nummer Eins der Welt ohnehin eher fremd sind. "Wir haben nicht allzu lange miteinander geplaudert", verriet Murray auf der Pressekonferenz vor Beginn der ATP World Tour Finals in London, bei denen er heute Abend gegen Marin Cilic in den Wettbewerb einsteigt.

"Ivan hat natürlich mehrere Matches von mir gesehen, aber nachdem wir hierher gekommen sind, haben wir sofort zu arbeiten begonnen an den Dingen, die wir verbessern wollen", so Murray weiter. Der mit dieser Herangehensweise vollinhaltlich einverstanden ist. "Ich mag das so." Zumal der letzte gemeinsame Auftritt nicht in guter Erinnerung ist: Bei den US Open zeigte Andy Murray im Zuge seiner Niederlage gegen Kei Nishikori ein erhöhtes Mitteilungsbedürfnis gezeigt hatte, auch und vor allem gegenüber seiner Box. Ivan Lendl hat dies nicht goutiert.

Zwei Spieler in Hochform

Die Aufgabe gegen Cilic wird schwer genug - nicht nur, weil der Kroate die letzte Begegnung in Cincinnati für sich entscheiden konnte. Damals war Murray als frisch gekürter Olympiasieger nach Ohio gekommen, musste den Anstrengungen der Wochen davor Tribut zollen. Auch diesmal kommt der Kroate in bestechender zum Match-Up mit Andy Murray, zuletzt hatte der US-Open-Champion von 2014 parallel zum Wien-Sieg seines heutigen Gegners in Basel das ATP-World-Tour-500-Turnier für sich entschieden.

von Jens Huiber

Montag
14.11.2016, 00:00 Uhr