Kei Nishikori fegt Stan Wawrinka vom Platz

Der Japaner hat damit beste Chancen auf den Einzug in das Halbfinale.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 14.11.2016, 13:51 Uhr

LONDON, ENGLAND - NOVEMBER 14: Kei Nishikori of Japan celebrates victory during the mens singles match against Stan Wawrinka of Switzerland on day two of the ATP World Tour Finals at at O2 Arena on November 14, 2016 in London, England. (Photo by Ju...

Kurz und schmerzvoll - so lässt sich die erste Erfahrung von Stan Wawrinka bei den ATP World Tour Finals 2016 zusammenfassen: Kei Nishikori kannte im Nachmittagsmatch am Montag mit dem regierenden US-Open-Champion Stan Wawrinka keine Gnade und schickte den Schweizer nach nur 67 Minuten mit 6:2 und 6:3 in die Kabine. Der erste Schritt für Nishikori in Richtung Vorschlussrunde ist damit getan - und auch im Rennen um Weltranglisten-Platz drei am Ende des Jahres 2016 hat sich der aktuelle Fünfte des Klassements in eine hervorragende Position gebracht.

Nishikori zeigte sich von Beginn an als der konzentriertere Spieler, selbstbewusst und gewohnt stark in der Defensive. Coach Michael Chang hatte dem Japaner zudem aber noch mit auf den Weg gegeben, möglichst offensiv zu agieren, wenn sich denn die Chance dazu bietet. Und Wawrinka bot seinem Gegner mehrere Gelegenheiten, bei eigenem Aufschlag deren sieben - während der Schweizer im gesamten Match keine einzige Chance auf ein Break bekam.

Stimmung von den Rängen

Die Unterstützung des Publikums habe ihm geholfen, sagte Nishikori unmittelbar nach Spielende noch auf dem Platz. Diese Unterstützung wird in zumindest einem Match in der Gruppe "John McEnroe" deutlich lautärmer ausfallen, nämlich dann, wenn es gegen Lokalmatador Andy Murray geht. Der steigt heute Abend in die Veranstaltung ein - gegen Marin Cilic , für viele Beobachter der Geheimfavorit auf den letzten großen Einzel-Titel des Jahres.

Zuletzt hatte Wawrinka Nishikori im Halbfinale der US Open besiegt, sicherlich eine der größten Enttäuschungen für den 26-Jährigen mit Wohnsitz in Florida. Zumal Nishikori im Match davor mit Andy Murray den besten Spieler des Sommers aus dem Turnier genommen hatte. Die geglückte Revanche gegen Stan Wawrinka brachte jedenfalls bereits 200 Punkte auf das Konto von Kei Nishikori - Punkte, die ihm am Ende der Saison tatsächlich zu Platz drei in der Welt verhelfen könnten.

Wawrinka "heute in allem ein bisschen langsam"

Wawrinka zeigte sich nach seinem Auftritt selbstkritisch: "Ich war heute in allem ein bisschen langsam. Ich habe bei meinem Spiel und meinen Bewegungen oft gezögert." Das einbandagierte Knie sei daran aber nicht wirklich schuld gewesen: "Ich habe mich auf dem Platz besser als in den letzten zwei Tagen gefühlt, also dachte ich, dass ich heute auf einem höheren Level spielen könnte. Ich habe ein gutes Match erwartet. Es ist heute nicht passiert."

"Nicht das erste Mal, dass ich hier das erste Match verliere", wusste er noch. Im Vorjahr hatte er in der O2-Arena eine 3:6-2:6-Auftaktschlappe gegen Rafael Nadal kassiert, letztlich aber noch den Sprung ins Halbfinale geschafft. Will dies auch in diesem Jahr gelingen, so wird es eine deutliche Leistungssteigerung brauchen.

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von tennisnet.com

Montag
14.11.2016, 13:51 Uhr